Online-Serie

Tierschutz damals und heute – Teil 4: Alternativlos? Von wegen.

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Tierschutz damals und heute – Teil 4: Alternativlos? Von wegen.

DU UND DAS TIER feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. Regelmäßig wagen wir in dieser Online-Serie darum gemeinsam mit Experten des Deutschen Tierschutzbundes einen Blick ins Archiv des Magazins. Diese spannende Zeitreise führt zu  Tierschutzproblemen vergangener Jahrzehnte, die aktueller denn je sind, zeigt aber auch frühere Missstände auf, die heute kaum noch vorstellbar sind. Die Referenten verraten, was sich bewegt hat und was wir noch bewegen müssen. Diesmal nehmen wir Sie mit ins Jahr 1980, in dem DU UND DAS TIER schon damals über die Bedeutung von Alternativmethoden zu Tierversuchen berichtete.

  • Autor: Joscha Duhme, Redakteur DU UND DAS TIER

In der der Ausgabe 3/80 berichtete DU UND DAS TIER:

„Es gibt heute bereits genügend Alternativmethoden zum Tierversuch, um die Schädlichkeit von Stoffen zu bestimmen. In keinem Fall sind die bisher leider weltweit angewendeten grausamen Toxizitätsversuche an Tieren notwendig und sinnvoll.“

Erschienen ist der Artikel, aus dem der Auszug stammt, in der Ausgabe 3/80.

Tilo Weber, Referent für Alternativmethoden zu Tierversuchen beim Deutschen Tierschutzbund, nach der Lektüre des über 40 Jahre alten Artikels aus der Ausgabe 3/80 von DU UND DAS TIER:
“Es ist doch sehr frustrierend zu sehen, dass wir auch über 40 Jahre später noch immer genau die gleichen Argumente aufbringen müssen. Obwohl der technische Fortschritt doch so viele Bereiche unseres Lebens verändert hat, scheint es beinahe so, als sei er an Alternativmethoden zu Tierversuchen einfach vorbeigegangen.

Dabei gibt es unzählige Fortschritte zu vermelden: Durch die moderne Computer- und Datenverarbeitungstechnik können Informationen zur Giftigkeit von Stoffen innerhalb kurzer Zeit anhand von Modellen und aus bereits vorhandenen Datensätzen errechnet werden. Auch ermöglichen animierte Simulatoren eine realitätsnahe und moderne Ausbildung von Studenten, Sanitätern oder militärischem Personal und ersetzen zunehmend Sektionen oder Operationsübungen an teils lebenden Tieren. Verfeinerte Messtechniken ermöglichen Echtzeitmessungen von Zellkulturen und sogar mehrere solcher Organmodelle hintereinander zu schalten, um größere Teile des menschlichen Körpers nachzubilden.

Der Fortschritt ist also mitnichten stehen geblieben. Vielmehr sind es eher diejenigen, die immer noch auf Tierversuche als ‚Goldstandard‘ setzen. Daher werden wir die Argumente weiterhin wiederholen und mit Beispielen untermauern, bis endlich ein Umdenken eingesetzt hat.”

 

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