Tiertransporte

Beendet die Qual!

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Beendet die Qual!

Endlich bessere Transportbedingungen für Tiere – das fordert der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit der Eurogroup for Animals.

  • Autor: Verena Jungbluth, Referentin in der Redaktion von DU UND DAS TIER

Kein Platz, um sich zu bewegen, kaum Luft zum Atmen und am Ende wartet der Tod. Allein innerhalb der EU werden jedes Jahr 360 Millionen Schweine, Rinder, Schafe und Ziegen zum Schlachthof transportiert. Und das oft nicht nur stunden-, sondern tagelang. Hinzu kommt der Transport von vier Milliarden Hühnern, Puten, Enten und Gänsen. Verstöße gegen die ohnehin aus Tierschutzsicht nicht ausreichenden gesetzlichen Vorgaben sind dabei an der Tagesordnung. Viel zu viele Tiere auf engem Raum, keine ausreichenden Ruhe- oder Melkzeiten und zu wenige Kontrollen – so sieht die Realität der Tiertransporte aus. Dabei verletzen sich viele Tiere nicht nur während der Fahrt, sondern sind schon von Beginn an nicht transportfähig, oft sogar trächtig – viele brechen spätestens am Zielort vor Erschöpfung zusammen.

Endlich bessere Transportbedingungen für Tiere – das fordert der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit der Eurogroup for Animals.

Europäische Tiertransport-Kampagne

Seit Jahren kämpft der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seiner europäischen Dachorganisation, der Eurogroup for Animals, für das Ende dieser tierquälerischen Transporte. Derzeit machen die Tierschützer mit der Kampagne „Stop The Trucks“ auf das Leid der Tiere aufmerksam. Mit Fotos, Videos und zahlreichen Fakten haben sie über das Internet und die sozialen Medien bereits unzählige Menschen erreicht und europaweit Hunderttausende Stimmen für ein Ende der Transporte gesammelt.

Zusätzlich haben die Tierschützer in Brüssel eine Untersuchung über Tiertransporte in sogenannte Drittländer vorgestellt, also Länder, die außerhalb der EU liegen. Die Ergebnisse sind erschütternd. Das über zwei Jahre gesammelte Material zeigt: Die Transporte nehmen nicht nur zu, auf den langen Fahrten und in den Schlachthöfen herrschen auch grausame Zustände. EU-Abgeordnete fordern nun einen Untersuchungsausschuss im EU-Parlament, um zu überprüfen, inwiefern die EU-Transportverordnung überarbeitet werden kann. Die Eurogroup for Animals unterstützt die Abgeordneten derzeit mit Hintergrundinformationen und versucht, weitere Parlamentarier für ihr Anliegen zu gewinnen. Ob sie es gemeinsam schaffen, dass die Transportverordnung noch in dieser Legislaturperiode überarbeitet wird, ist unsicher. Aber eins steht fest: Der Deutsche Tierschutzbund und die Eurogroup for Animals sind eine starke Allianz für die Tiere in Europa. Sie werden nicht aufgeben, bis die qualvollen Transporte endlich der Vergangenheit angehören.

Weiterführende Infos

Bildrechte: Eurogroup for Animals