EndPigPain

Beendet das Leiden der Schweine!

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Beendet das Leiden der Schweine!

Mit der europaweiten Kampagne „EndPigPain“ machen der Deutsche Tierschutzbund und die Eurogroup for Animals auf die Missstände in der landwirtschaftlichen Schweinehaltung aufmerksam. Sie können uns dabei helfen!

  • Autor: Verena Jungbluth, Redaktion DU UND DAS TIER

Schweine leiden. Und das täglich. Um die Tiere den landwirtschaftlichen Haltungssystemen anzupassen, werden Ferkeln routinemäßig die Schwänze kupiert und die Zähne abgeschliffen. Und das, obwohl regelmäßig wiederkehrende Eingriffe eigentlich durch die europäische Gesetzgebung verboten sind.

Männliche Ferkel müssen ihre Kastration zudem bei vollem Bewusstsein und meist auch ohne Schmerzmittel ertragen – das gesetzliche Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Deutschland tritt erst 2019 in Kraft. Auch die Muttertiere leiden nach wie vor. So verbringen die Sauen einen Großteil ihres Lebens in Kastenständen, in denen sie sich weder frei bewegen noch ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können.

Die Kampagne EndPigPain macht das Leben der Schweine sichtbar.

Die Kampagne EndPigPain macht das Leben der Schweine in der Landwirtschaft sichtbar.

EndPigPain

Um gegen all das vorzugehen und auf das Leiden der Schweine aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit verschiedenen europäischen Tierschutzorganisationen und seiner Dachorganisation Eurogroup for Animals die Kampagne EndPigPain gestartet. Mit Hintergrundinformationen, Foto- und Videoaufnahmen sensibilisieren die Tierschützer die Öffentlichkeit für die schmerzhaften Eingriffe am Schwein und nehmen die Politik in die Verantwortung.

Ein unversehrtes Leben

Der Deutsche Tierschutzbund und seine Partner fordern, alle Schweine so zu halten, dass sie bis zu ihrem Lebensende unversehrt bleiben. Da die Realität in der konventionellen Haltung davon weit entfernt ist, richten die Tierschützer ihren Appell nun erneut an nationale und internationale Politiker. So fordert der Deutsche Tierschutzbund den Bundesagrarminister dazu auf, einen konkreten Ausstiegsplan vorzulegen, um sowohl das routinemäßige Schwanzkupieren als auch das Abschleifen der Zähne bei Ferkeln zu beenden.

Alle Verantwortlichen müssen den tiergerechten Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration sicherstellen und es sind dringend Gesetzesänderungen nötig, die eine Fixierung von Sauen im Kastenstand verbieten. Ihren Appell richten die Tierschützer aber nicht nur an die Politik. Auch die Bevölkerung rufen sie dazu auf, ihre Stimme für die Schweine zu erheben und die Petition zur Kampagne zu unterstützen. Der Deutsche Tierschutzbund wird die so gesammelten Unterschriften nächstes Jahr an den Bundeslandwirtschaftsminister überreichen.

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