Weniger Katzenleid!

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Weniger Katzenleid!

Lange standen in Odessa Hunde im Fokus von Kastrationsaktionen. Ihre Population ist nach 16 Jahren Arbeit kontinuierlich und tierschutzgerecht zurückgegangen. Nun konzentriert sich der Deutsche Tierschutzbund verstärkt auf Straßenkatzen.

  • Autor: Nadia Wattad, Redaktionsleitung von DU UND DAS TIER

Dank unserer Mitarbeiter im Tierschutz- und Kastrationszentrum Odessa ist auch in diesem Jahr viel für die Katzen und Hunde erreicht worden. Im Zentrum wurden sie kastriert, gesund gepflegt und versorgt. Darüber hinaus konnten viele Hunde und Katzen an ihre Besitzer zurückgegeben oder an neue, liebevolle Halter vermittelt werden.

Dem vom Deutschen Tierschutzbund verfolgten Konzept „Einfangen, kastrieren und wieder freilassen“ ist es zu verdanken, dass die Anzahl der frei lebenden Hunde im Stadtgebiet seit Beginn des dortigen Einsatzes im Jahr 2001 und der Eröffnung des Zentrums 2005 auf circa 3.000 Tiere zurückgegangen ist. Die Hälfte der verbliebenen Hunde ist bereits kastriert, geimpft und mit einer Ohrmarke gekennzeichnet. Da die Anzahl der Straßenhunde innerhalb des Stadtzentrums weitestgehend unter Kontrolle ist, verlagert sich der Schwerpunkt der Arbeit in diesem Jahr weiter auf die umliegenden Gemeinden. Zu diesem Zweck ist vermehrt das 2016 neu angeschaffte Tierrettungsauto unterwegs.

Katzen im Fokus

Ein weiterer, neuer Schwerpunkt in Odessa sind die Straßenkatzen. Beim letzten Treffen vor Ort wurde mit der Stadtleitung Odessa beschlossen, weitere Kastrationsaktionen für Katzen durchzuführen. Nur so lässt sich das Leid der herrenlosen Samtpfoten schnellstmöglich eindämmen. Die erste groß angelegte Katzenkastrationsaktion fand von November 2016 bis Februar 2017 statt und war ein großer Erfolg! Mithilfe der von den beteiligten Tierkliniken ausgegebenen Gutscheine konnten finanzschwächere Einwohner, die sich um frei lebende Katzen kümmern, diese zum Tierarzt bringen und kostenlos kastrieren und impfen lassen. Anschließend wurden die Tiere von den Betreuern in ihrem angestammten Revier freigelassen. 32 Tierkliniken beteiligten sich an der Aktion, über 5.000 Gutscheine wurden verteilt. Die Kosten für die 5.125 Kastrationen beliefen sich auf umgerechnet rund 97.000 Euro. Ein Mammutprojekt, das der Verband nur mithilfe seiner treuen Spender und Paten stemmen konnte. Alleine durch diese Kastrationsaktionen konnten laut Hochrechnung rund 77.000 neugeborene Katzen vor einem elenden Leben auf der Straße bewahrt werden.

Katzenkastrationsaktion geht weiter

Da die Stadtleitung in Odessa hinter dem Projekt steht und sich genauso wie der Verband eine Fortsetzung wünscht, gibt es seit dem 1. November wieder eine Kastrationsaktion. Diese wird bis Ende Februar 2018 weitergeführt. Mit Plakaten, Flyern und Citylight-Postern werden derzeit die Bürger der Stadt darauf aufmerksam gemacht. Jede kastrierte Katze ist ein kleiner Erfolg und hilft das Leid der ukrainischen Straßenkatzen einzudämmen!

Weiterführende Informationen

  • Die Kastration einer Straßenkatze in der Ukraine kostet umgerechnet bis zu 19 Euro, die Bewerbung der Aktion ist ebenfalls kostenintensiv. Wenn Sie uns unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.
    www.tierschutzbund.de/spendenprojekt-ukraine