Was das vegane Herz begehrt

Tierschutz leben

Was das vegane Herz begehrt

Bei der VeggieWorld in Düsseldorf war der Deutsche Tierschutzbund erstmals mit einem eigenen Stand vertreten und warb für eine tierfreundliche Lebensweise.

  • Autor: Nadine Carstens, Redaktion DU UND DAS TIER

Käse- und Eissorten aus Cashewnüssen, vegane Waffeln und Burger, Kosmetikprodukte, tierfreundliche Mode und sogar Studiengänge im Bereich pflanzliche Ernährung – der vegane Lebensstil ist facettenreich und begeistert immer mehr Menschen. Bestes Beispiel dafür ist die VeggieWorld, laut Veranstaltern Europas größte Publikums- und Fachmesse für die vegane Lebenswelt. Seit 2011 tourt die Messe durch Europa – nach Düsseldorf lockte sie nun mehr als 11.000 Besucher. Sie alle wollten sich über neue Trends informieren, süße oder herzhafte Köstlichkeiten probieren und Idole der Szene hautnah erleben. Insgesamt 120 Aussteller waren in den historischen Industriehallen auf dem Areal Böhler vertreten – der Deutsche Tierschutzbund war zum ersten Mal auch mit dabei.

An einem eigenen Stand stellte der Verband sein veganes Kochbuch „Tierschutz genießen“ vor und warb mit reichlich Informationsmaterial für einen tierfreundlichen Lebensstil. „Die vegane Lebensweise ist viel mehr als ein Ernährungstrend – sie ist längst eine nachhaltige Bewegung und der konsequenteste Weg zu mehr Tierschutz“, sagt Verena Jungbluth, Leitung Veganismus beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie einfach es ist, durch kleine Veränderungen viel für die Tiere zu tun.“ Das Kochbuch hat der Verband mit 32 Szene-Größen gestaltet – darunter Björn Moschinski, Niko Rittenau und Sebastian Copien, die alle auf der Bühne der VeggieWorld auftraten.

Besucher der VeggieWorld erfuhren am Infostand des Deutschen Tierschutzbundes, wie ein tierfreundlicher Lebensstil möglich ist.

Für die Tiere und die Gesundheit

Während Moschinski in einer Koch-Show verriet, wie jeder ganz einfach schmackhafte Gerichte aus veganen Alternativen wie Jackfrucht und Sonnenblumenprotein zaubert, räumte Ernährungswissenschaftler Rittenau mit Mythen rund um Soja auf und informierte über häufige Ernährungsfehler. Copien gab zudem Tipps zum richtigen Schmoren und Rösten von Gemüse und ließ die Besucher eine eigene Hummus-Kreation probieren. „Ursprünglich habe ich meine Ernährung umgestellt, um etwas für meine Gesundheit zu tun“, so Besucher Mohammed Güngör. „Je mehr ich mich mit Veganismus auseinandergesetzt habe, desto wichtiger wurde mir aber auch der Tierschutz.“ Ob Veganer, Vegetarier oder Flexitarier – bei der VeggieWorld konnte sich jeder von der Vielfalt der veganen Welt überraschen lassen.