Mobile Helfer für den Tierheimalltag

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Mobile Helfer für den Tierheimalltag

Zehn Tierschutzvereine aus ganz Deutschland erhielten in Bonn neue Tierhilfewagen, die speziell für den Transport von Tieren ausgestattet sind.

  • Autor: Nadine Carstens, Redaktion DU UND DAS TIER

Sabine Delloch kamen vor lauter Freude die Tränen: „Für uns ist der Tierhilfewagen eine Riesenhilfe – so viel Glück hatten wir noch nie.“ Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Finsterwalde aus Brandenburg hatte eine siebenstündige Fahrt auf sich genommen, um das Fahrzeug der Marke Opel Combo in Bonn vor der Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Tierschutzbundes in Empfang zu nehmen. Der Tierschutzverein Finsterwalde ist einer von zehn Mitgliedsvereinen des Verbandes, die sich an diesem Tag über einen nagelneuen Tierhilfewagen freuen konnten. Mit diesem Geschenk unterstützt der Dachverband die ihm angeschlossenen Tierschutzvereine bei der täglichen Arbeit. Schließlich sind die Tierschützer darauf angewiesen, ständig mobil zu sein – sei es bei Tierrettungen, regelmäßigen Fahrten zum Tierarzt oder dem obligatorischen Transport von Futtermitteln.

Insgesamt 147 Tierhilfewagen
hat der Deutsche Tierschutzbund
seit 2016 an Mitgliedsvereine übergeben.

„Bislang habe ich Fahrten für den Tierschutz immer mit meinen privaten Kleinwagen unternommen, aber das ist schon sehr beschwerlich gewesen – wir sind daher sehr froh über die Unterstützung des Deutschen Tierschutzbundes“, sagte Delloch und bedankte sich herzlich bei Thomas Schröder, Präsident, und Jürgen Plinz, Schatzmeister des Deutschen Tierschutzbundes, die die Autos persönlich ihren neuen Besitzern übergaben. „Mein Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, mit deren Unterstützung wir die Arbeit der Tierheime nun erleichtern können“, so Schröder. „Obwohl die Wagen zur notwendigen Grundausstattung gehören, können viele Tierheime die Anschaffungskosten kaum noch tragen, weil ihre Rücklagen aufgebraucht sind und die Kommunen zu wenig unterstützen.“

Ausgestattet für die tägliche Tierschutzarbeit

Mithilfe der Fachexpertise des Deutschen Tierschutzbundes wurden die Autos eigens für den Transport von Tieren ausgestattet. Zum Beispiel sorgen Klimaanlange und Entlüftung für angenehme Temperaturen und Luft bei jeder Wetterlage – auch im geräumigen Ladebereich, wo die Tiere während der Fahrt untergebracht sind. Ein installiertes Trenngitter gewährleistet zudem die verkehrsrechtlichen Auflage, um Tiere, Futter und Material sicher zu transportieren, gleichzeitig kann der Fahrer jederzeit den Laderaum einsehen. Blickdichte Seitenfenster im Ladebereich minimieren die optischen Reize, sodass die Tiere während der Fahrt weniger gestresst sind. „Der Tierhilfewagen ist eine große Unterstützung für uns – wir sind ein kleiner Verein und solch große Anschaffungen können wir uns normalerweise nicht leisten“, schildert Ute Brinkmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Oer-Erkenschwick. Dankbar zeigten sich die Tierheimmitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer auch für den eingebauten Abfluss im Laderaum: Denn viele von ihnen beklagten sich über das Problem, dass ihre Privatfahrzeuge trotz Reinigungen unangenehm nach den Duftmarken oder Hinterlassenschaften riechen, die die Tiere hinterlassen.

Der Deutsche Tierschutzbund hat in Bonn zehn Tierhilfewagen an Mitgliedsvereine übergeben.

Optischer Blickfang

Die Autos sind aber nicht nur sehr praktisch im Tierheimalltag, sondern auch ein optischer Blickfang im Straßenverkehr. Denn auf beiden Seiten sind auffällige Motive abgebildet, die auf wichtige Tierschutzthemen aufmerksam machen. Während auf der Fahrerseite eine junge Katze und ein Spendenaufruf für Tierheime zu sehen sind, ist auf der anderen Seite das Motiv von FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, aufgedruckt.

Damit die Fahrten zukünftig immer sicher für Mensch und Tier verlaufen, erhielten die Tierschützer neben Autoschlüssel und Fahrzeugpapieren auch einen Gutschein für ein Fahrsicherheitstraining. Außerdem freuten sie sich über eine weitere Überraschung: Die Futtermittelmarken Pedigree und Whiskas spendeten jedem Verein eine Palette mit Hunde- und Katzenfutter.

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