Therapie mit Pferden

Ein Stupser Glück

Hinter den Kulissen
Therapie mit Pferden

Ein Stupser Glück

Auf einem Pferd zu sitzen bedeutet, sich auf jemanden verlassen können. Für Menschen mit körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen hat das eine ganz besondere Bedeutung.

  • Autor: Verena Jungbluth, Referentin in der Redaktion von DU UND DAS TIER

Was ist die Herausforderung für die Pferde?

Claudia Pauel, Leiterin des Zentrums für Therapeutisches Reiten Köln, erzählt in einem Interview über ihre Arbeit. Lesen

  • Autor: Verena Jungbluth, Referentin in der Redaktion von DU UND DAS TIER

„Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.“ In diesem Sprichwort steckt durchaus Wahrheit. Wer sich mit einem Pferd beschäftigt, kann den Stress des Alltags schnell vergessen. Gemeinsam bewegen, die Körper beim Reiten aufeinander abstimmen, sich mit nur kleinen Signalen verständigen – Reiten kann weit mehr als eine normale Sportart sein.

„Therapeutisches Reiten ist eine ganz besondere Form der tiergestützten Intervention. Werden hierbei die Bedürfnisse des Pferdes stets berücksichtigt, kann der Vierbeiner dabei helfen, psychosoziale Störungen zu lindern, Beschwerden durch körperliche Behinderungen zu verringern und die geistige, soziale und körperliche Entwicklung vor allem von Kindern zu fördern“, so Sophie Arnold, Fachreferentin vom Deutschen Tierschutzbund.

 

Claudia Pauel, Leiterin des Zentrums für Therapeutisches Reiten Köln, putzt gemeinsam mit Kindern ein Pferd.

Pferde eignen sich besonders gut in der Therapie von körperlich beeinträchtigten Kindern oder Erwachsenen, unabhängig davon, ob es sich um angeborene oder durch einen Unfall erworbene Beeinträchtigungen handelt. Durch die rhythmischen Bewegungen des gehenden Pferdes können sich bei den Patienten körperliche Probleme, wie Verkrampfungen oder Spasmen lockern. Illustration_therapeutisches reiten_dworak und kornmesser_04_15

Auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Beeinträchtigung, einer Lernstörung oder einer psychischen Erkrankung gehören zu den Patienten. Die Bewegungen und das Wesen des Pferdes wirken sich positiv auf den gesamten Körper und den Bewegungsablauf der Menschen aus. Der Umgang mit den Tieren steigert die Lebensfreude, das Selbstwertgefühl und hilft, Vertrauen in sich und andere aufzubauen.

Gut für Seele, Kopf und Körper

Unter dem Begriff „therapeutisches Reiten“ sind unterschiedliche Therapieformen zusammengefasst: Bei der Hippotherapie, der krankengymnastischen Behandlung auf dem Pferd, überträgt das Pferd Schwingungsimpulse auf den Menschen, die dem Bewegungsablauf des Gehens ähnlich sind. Die Impulse verbessern das Balancegefühl, stärken das Gleichgewicht und die Koordination des eigenen Körpers. Das Pferd wird hierbei in einer ruhigen und ihm vertrauten Umgebung mit viel Einfühlungsvermögen von einer ihm bekannten Person am Halfter geführt.

Exklusiver Artikel

Diesen Artikel können Sie ausschließlich in der gedruckten Ausgabe unseres Magazins DU UND DAS TIER lesen. Das Magazin erhalten Sie als Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes e.V. oder als Abonnent von DU UND DAS TIER.

Mitgliedschaft oder Abo?

Unterstützen Sie jetzt die Arbeit des Deutschen Tierschutzbundes. Einfach Mitglied werden oder ein Abo von DU UND DAS TIER abschließen.

Bildrechte: "Teaserbild": Zlatan Durakovic - Fotolia.com, "Bildergalerie": Zentrum für Therapeutisches Reiten Köln, Illustration "Grundlagen Therapeutisches Reiten": dworak & kornmesser