Neubau für mehr Tierschutz

Im Einsatz für die Tiere

Neubau für mehr Tierschutz

Damit ihre Legehennen tierschutzgerechter leben, hat die Familie Fehren-Evering auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb einen neuen Stall gebaut. Dieser ermöglicht den Tieren mehr Auslauf und Beschäftigung und erfüllt die Richtlinien der Premiumstufe des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes.

  • Autor: Joscha Duhme, Redakteur DU UND DAS TIER

Auf dem elterlichen Hof bin ich aufgewachsen. Für mich war immer klar, dass ich den Betrieb weiterführe“, sagt Markus Fehren-Evering. Für den Landwirt bedeutet dies jedoch nicht, allein die altbekannten Strukturen in Emsbüren zu bewahren und das Unternehmen zu verwalten. Gemeinsam mit seiner Frau Annette Fehren-Evering setzt er auf Fortschritt. Dieser soll dem Schutz und der Gesundheit der Tiere dienen und sich für das Ehepaar wirtschaftlich bezahlt machen. Darum haben sie zu Beginn des Jahres 2020 einen neuen Stall für Legehennen in Betrieb genommen. Seit März leben die Tiere dort unter Bedingungen, die deutlich über den gesetzlichen Vorschriften liegen, zertifiziert nach den Vorgaben der Premiumstufe des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes.

„Bei der Planung des Stalles war uns wichtig, dass wir den Hühnern mehr Platz bieten können und die Auslaufflächen so gestalten, dass die Hennen sie gern annehmen“, berichtet Markus Fehren-Evering. Zudem erhalten die Hennen viele verschiedene Beschäftigungsmaterialien und dürfen ständig in den großen Kaltscharrraum mit trockener und lockerer Einstreu sowie Staubbädern. „Dort können sie picken, scharren und staubbaden und ihren arteigenen Verhaltensweisen nachgehen“, erklärt Alice Liebau, Beraterin in der Geflügelhaltung für das Tierschutzlabel. Dazu untersucht die Familie die Hennen nach Richtlinien des Labels regelmäßig auf Gefiederschäden und Verletzungen, vorab geschult von Liebau. „Besonderes Augenmerk legen wir auch auf den Zustand des Schnabels, des Brustbeins und der Füße“, sagt die Beraterin. Diese intensiven Kontrollen beugen möglichen Problemen wie Federpicken frühzeitig vor.

„Schon während unserer frühen Überlegungen, einen Stall für Legehennen zu bauen, sind wir von verschiedenen Seiten auf das Tierschutzlabel hingewiesen worden“, sagt Annette Fehren-Evering. Die Beratung und das Informationsangebot seitens des Deutschen Tierschutzbundes bei Planung, Bau und Inbetriebnahme seien sehr gut gewesen. Und darüber hinaus fühlt sich die Familie auch wirtschaftlich bestätigt, den Schritt zu mehr Tierschutz gegangen zu sein. „Es ist wichtig, dass sich die Sache rechnet“, merkt Markus Fehren-Evering an. Vielen Verbrauchern sei bewusst, dass die Landwirte die Eier günstiger verkaufen könnten, wenn sie mehr Hühner auf der gleichen Fläche einstallen und dadurch mehr Eier produzieren würden. Doch der Wunsch nach Produkten aus tiergerechterer Haltung sei spürbar, auch wenn diese etwas mehr kosten würden.

Weiterführende Informationen

  • Erfahren Sie mehr zum Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes.
    tierschutzlabel.info