„Ein großer Erfolg“

Hinter den Kulissen

„Ein großer Erfolg“

Dr. Esther Müller, Geschäftsführerin Wissenschaft beim Deutschen Tierschutzbund wirkte an der Erstellung der Leitlinien „Tierschutz im Pferdesport“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft mit und kämpfte dabei für den Schutz der Pferde.

  • Autor: Joscha Duhme, Redakteur DU UND DAS TIER

Der Deutsche Tierschutzbund wirkt wiederholt an Leitlinien mit. Auch in Gesetzgebungsverfahren, zum Beispiel in Fachbeiräten des Bundes und der EU-Kommission, in parlamentarischen Anhörungen oder verschiedenen Gremien der Bundesländer ist die Expertise des Verbandes gefragt. Wie kommt es dazu?

Dr. Esther Müller, Geschäftsführerin Wissenschaft beim Deutschen Tierschutzbund.

Dr. Esther Müller: Es ist ein wesentliches Merkmal unserer Demokratie, dass verschiedene gesellschaftliche Gruppen an solchen Prozessen mitwirken. Parlament und Regierung sind auf die externe Expertise und Erfahrung angewiesen, wenn sie Gesetzesvorhaben erarbeiten. Und da wir als Dachverband 800.000 Mitglieder vertreten, haben wir im Bereich Tierschutz davon natürlich besonders viel. So nehmen wir Stellung zu Gesetzesentwürfen und Rechtsverordnungen und damit Einfluss auf die Tierschutzpolitik in Deutschland und Europa.

Wie bewerten Sie die Ausnahme des BMEL in den von Ihnen mit erstellten Leitlinien, die Ausbildung von Galopp- und Trabrennpferden früher zuzulassen?

Müller: Wir haben gekämpft, damit der Abschnitt entfernt wird. Leider hat das Ministerium den im Grundgesetz verankerten Tierschutzgedanken hier vernachlässigt und die wirtschaftlichen Interessen dieses Verbandes höhergestellt.

Wie lautet davon abgesehen Ihr Fazit zu „Tierschutz im Pferdesport“?

Müller: Wir konnten viele wichtige Punkte für den Tierschutz konkretisieren und ergänzen. Das ist ein großer Erfolg. Wir freuen uns, dass auch weiterhin aktuelle wissenschaftliche Studien in die Leitlinien einfließen werden und wir die Situation der Tiere so hoffentlich dauerhaft verbessern können. Jetzt gilt es, die Leitlinien, ebenso wie die Haltungsleitlinien, bekannter zu machen, damit sie auch endlich beachtet und angewendet werden.

 

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