Wo Tierschutz Tag für Tag gelebt wird

Tierschutz vor Ort

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Wo Tierschutz Tag für Tag gelebt wird

Tierschutz vor Ort

In ganz Deutschland arbeiten alle Mitgliedsvereine intensiv daran, das Leben von Tieren zu verbessern. Lesen Sie aktuelle Berichte, Projekte und Erfolgsmeldungen der uns angeschlossenen Tierschutzvereine.

 

Das Team des Tierheims Schwetzingen forderte gemeinsam mit Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (3. v. l.) von den Gästen wie Landtagsvizepräsident Daniel Born (2. v. r.), dem Bundestagsabgeordneten Olav Gutting (2. v. l.), dem Landtagsabgeordneten Andreas Sturm (4. v. l.) und Bürgermeister Matthias Steffan (l.) verlässliche finanzielle Unterstützung von den Kommunen.

Finanzielle Nöte von Nord bis Süd

So vielseitig die Aufgaben, berührend die Vermittlungen tierischer Schützlinge und nervenaufreibend die Tücken im Alltag deutscher Tierheime sind, so groß sind ihre finanziellen Herausforderungen. Das bestätigten die Besuche von Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, bei zahlreichen dem Verband angeschlossenen Tierheimen in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.

Bonn – Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, hat seine Besuche in Tierheimen in Baden-Württemberg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein unter anderem genutzt, um mit den Tierschützern lokale Politiker und Medien zu informieren, dass die meisten Kommunen nach wie vor vollkommen unterschiedliche und leider oft unzureichende Sätze für die Fundtierversorgung zahlen. „Oftmals müssen Ehrenamtler mit ihnen über die Kostenerstattung verhandeln. Das kann es nicht sein. Dafür brauchen wir einheitliche und kostendeckende Regelungen. Schließlich übernehmen die Tierheime ihre Aufgaben.“ Was sonst droht, erlebte er im Tierheim Stadthagen. Dort arbeiten und leben Mitarbeiter und Tiere in so maroden und kleinen Räumen, dass dringend ein Neubau her muss. Schröder kündigte an, dass der Verband beim Dialog mit der Stadt unterstützen und den Umbau einer Holzhütte zum Heimtiergehege bezuschussen wird.

Beeindruckender Einsatz der Tierheimteams

Beim Tierschutzverein Barsinghausen und Umgebung stellte Schröder fest, wie Baumaßnahmen wirken. Er hat in den letzten Jahren ein Kleintierhaus gebaut, das Katzenhaus saniert und ein Hundehaus errichtet, das der Verband mit 25.000 Euro aus dem Bauhilfefonds unterstützt hat. „Der Verein macht auf dem kleinen Gelände für seine Hunde, Katzen und Co. viel möglich. Hier sind die Laufwege, Ordnung und Organisation richtig gut gelöst“. Schröders Reise war geprägt von schönen Begegnungen und konstruktivem Austausch. „Es beeindruckt mich sehr, den Einsatz der vielen Tierschützer zu sehen, die ihre Schützlinge trotz schwieriger Bedingungen unermüdlich und mit Herzblut umsorgen.“ Insgesamt besuchte Schröder 17 Tierheime und Vereine. Darunter: Tierschutz Weinheim und Umgebung, Rehkitzrettung Weinheim und Umgebung, Tierschutzverein Schwetzingen und Umgebung, Tierschutzverein Karlsruhe und Umgebung, Tierschutzverein Rastatt und Umgebung, Tierschutz Rodenberg / Bad Nenndorf und Umgegend, Tierschutzverein Stadthagen und Umgebung, Tierschutz Holzminden-Höxter, Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung, Tierschutzzentrum Duisburg, Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg, Tierschutzverein für die StädteRegion Aachen, Tierschutz-Verein Münster (Westf.) und Umgegend, Tierschutzverein für Siegen und Umgebung, Strassentiger Nord, Tierschutzverein Rendsburg und Umgebung und Tierschutzverein Nordfriesland.

Bei der Tierheimbesichtigung in Karlsruhe stand vor allem der Sanierungs- und Ausbaubedarf der Hundehäuser im Vordergrund. Zudem richtet das Tierheim demnächst eine große Freilauffläche für Hunde ein, die als große Auslauffläche oder auch für gezieltes Hundetraining dienen kann. Das soll auch den vielen großen und schwer vermittelbaren Tieren zugutekommen, die das Tierheim beherbergt.

Die Unvermittelbaren vermitteln

Hürth – In seiner TV-Sendung „Die Unvermittelbaren – mit Martin Rütter“ versucht der Hundetrainer ein neues Zuhause für schwer vermittelbare Tierheimhunde zu finden und begleitet sie auf ihrem Weg. Auch Schützlinge aus Tierheimen, die dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossen sind, finden sich darunter. Zum Beispiel Dackel Fips und Jack-Russell Lulu aus dem Tierheim Soest, die nur zusammen vermittelt werden, weil Lulu ihren Fips braucht. Oder Cane-Corso-Hündin Yvi aus dem Tierheim Haßberge, die aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung komplett übersehen wird. Im Tierheim Lüneburg wartet die temperamentvolle Terrier-Hündin Lisa, die auch mal ihre Zähne einsetzt, auf passende Menschen, die sie konsequent führen können. Die richtigen Menschen brauchen auch Charly und Snoopy aus dem Tierheim Gifhorn. Die Schäferhund-Mischlinge scheuen den menschlichen Kontakt, weil sie mit 16 weiteren Hunden in einer kleinen Wohnung lebten, die sie nie verlassen durften. Wenn Sie einem dieser Hunde oder einem der anderen tierischen Langzeitbewohner aus weiteren Tierschutzeinrichtungen eine Chance geben möchten, finden Sie Fotos und Informationen unter martinruetter.com/die-unvermittelbaren


Zeichen zum Jahrestag

Alt Tellin – Ein Jahr nachdem bei einem verheerenden Feuer in einer Schweinezuchtanlage in Alt Tellin mehr als 56.000 Schweine qualvoll starben, haben der Deutsche Tierschutzbund und der Deutscher Tierschutzbund Landesverband Mecklenburg-Vorpommern eine Mahnwache am Unglücksort abgehalten. Dort forderten sie ein Ende solcher Massentierhaltungen und demonstrierten gegen einen Wiederaufbau der Anlage. „Wir gedenken heute der Tieropfer. Und wir klagen zugleich die an, die das Leid erzeugt haben: Die Unbelehrbaren, die immer noch einer Agrarpolitik dasWort reden, bei der es nur um Effizienz und Leistungssteigerung geht“, sagte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, vor Ort. „Dass diese Katastrophe offensichtlich nicht der Weckruf war, der es hätte sein müssen, ist unglaublich bitter. So etwas darf nie wieder geschehen“, sagte Kerstin Lenz, Vorsitzende des Deutscher Tierschutzbund Landesverband Mecklenburg-Vorpommern. Die Megaanlage in Alt Tellin war 2010 genehmigt worden – trotz massiver Bedenken gegen das Brandschutzkonzept und einer vom Deutschen Tierschutzbund unterstützten Klage des BUND. Nach dem Brand hat der Verband gemeinsam mit dem BUND, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Greenpeace Strafanzeige und einen Strafantrag gegen die LFD-Holding gestellt, die die Anlage betreibt. Beides wird aktuell geprüft.


Für moderne und tierfreundliche Laborarbeit

Neubiberg – Fötales Kälberserum (FKS) lässt sich schon in vielen Laboruntersuchungen ersetzen. Wie, das hat der Deutsche Tierschutzbund Biologisch-technischen Assistenten sowie Studierenden und Doktoranden in einem Workshop in der Akademie für Tierschutz des Verbandes vorgestellt. FKS ist ein Zusatz für Zellkulturen in Laboren. Um es herzustellen, wird ungeborenen Föten geschlachteter Rinder per Herzpunktion Blut entnommen. Die Föten versterben kurz davor oder währenddessen, ohne Betäubung oder Schmerzlinderung. Daher ist es aus Sicht der Tierschützer notwendig, auf Forschung ohne FKS umzustellen. Die Teilnehmer lernten im Zellkulturlabor, in dem der Deutsche Tierschutzbund in Zusammenarbeit mit der Firma cellasys tierversuchsfreie Methoden entwickelt, neue Techniken, die den Übergang zur FKS-freien Laborarbeit unterstützen.


Live überzeugt

Atterwasch – Wie Hühner nach den Richtlinien des Tierschutzlabels „Für Mehr Tierschutz“ des Deutschen Tierschutzbundes leben, wollte Rico Lange (2. v. l.), Vorsitzender des Landestierschutzverband Brandenburg im Deutschen Tierschutzbund, erfahren. Gemeinsam mit Mitarbeitern des Dachverbandes und des Fleischproduzenten Plukon besuchte er den Masthuhnbetrieb von Christoph Schulz (l.) und überzeugte sich von der guten Haltung.


 

Tierheim ausgezeichnet

Cottbus – „Wir haben es geschafft!“ vermeldete der Tierschutzverein Cottbus stolz, nachdem der Deutsche Tierschutzbund seinem Mitgliedsverein die Tierheimplakette verliehen hat. Sie bestätigt nun ganz offiziell, dass das Cottbuser Tierheim als sechstes in Brandenburg gemäß den Richtlinien des Verbandes arbeitet. Dafür hat der Verein unter andere neue Boxen für die Quarantäne- und Krankenstation für Katzen angeschafft sowie den Katzen- und Hundebereich saniert.


Für eine tierleidfreie Forschung

Gütersloh – Achtung für Tiere, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, hat in der Gütersloher Innenstadt für eine Forschung ohne Tierleid demonstriert, auch in der Region. „Mehrere Bielefelder Kliniken und die Universität experimentieren mit Ratten, Gerbils, Meerschweinchen, Hühnern oder anderen Vögeln. Mehr Menschen müssen laut aussprechen, was sie uns am Infostand mitteilen: dass sie Forschung ohne Tierleid wollen“, erklärt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Frauke Albersmeier.


Freilauf für tierische Kriegsopfer

Peine – Der Tierschutzverein Peine & Umgegend, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, hat mit finanzieller Unterstützung des Dachverbandes in Eigenleistung zwei Hundeausläufe für die Tiere ukrainischer Flüchtlinge gebaut. Der Verein nimmt sie in Pension und Quarantäne. Die Ausläufe ermöglichen den Hunden Bewegung abseits der anderen Tierheimtiere. Dort dürfen die Besitzer, die größtenteils in einer benachbarten Flüchtlingsunterkunft wohnen, auch Zeit mit ihren Tieren verbringen. Den Bau hat der Deutsche Tierschutzbund mit 10.000 Euro bezuschusst.


Umbruch bei NEULAND

Berlin – NEULAND hat seine Vereinsstrukturen neu ausgerichtet und ermöglicht den Bauern mehr Einflussnahme. Die bisherigen Trägerverbände des Vereins für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung – der Deutsche Tierschutzbund, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft – sind als ordentliche Mitglieder ausgeschieden. „Die Gründung von NEULAND war vor 30 Jahren ein mutiger Schritt. Dieser Mut hat die Gesellschaft bewegt und großen Anteil daran, dass die Politik heute über Tierhaltung, Kennzeichnung und Strukturen im ländlichen Raum bewusster und zukunftsorientierter diskutiert“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir bleiben NEULAND eng verbunden.“


Ehrung für Christel Jeske

Großschirma–Christel Jeske, Vorsitzende des Landestierschutzverbands Sachsen Mitglied im Deutschen Tierschutzbund und des Ersten Freien Tierschutzvereins Leipzig und Umgebung, hat die Goldene Ehrennadel des Deutschen Tierschutzbundes erhalten. Vanessa Homann, Regionalbeauftragte Ost des Dachverbandes, überreichte sie: „Christel Jeske baut Brücken, löst unermüdlich Tierschutzprobleme, vernetzt Menschen und verliert trotz ihres Arbeitspensums nie den Kopf. Eine starke Frau, mit Charisma, Energie und Vorbildcharakter.“ Neben ihrer Arbeit für den Tierschutzverein führt sie für den Verband täglich Telefonate, beantwortet E-Mails, verfasst Schreiben an Vereine, Institutionen und Politiker. Sie besucht Tierheime, nimmt an Veranstaltungen teil, kontrolliert die Nutztierhaltung, vermittelt zwischen Tierschützern und Interessengruppen. Privat päppelt sie nicht nur Katzen auf, sondern auch verschiedene Wildtiere wie Igel und Vögel, die sie anschließend auswildert.


Hilfe für Chosny und viele mehr

Bad Homburg – Mit 30.000 Euro für Futter- und Tierarztkosten hat der Deutsche Tierschutzbund den Verein Fortuna hilft unterstützt. Dieser holt unter anderem Menschen und Tiere an den Grenzen der Ukraine ab, um sie aus dem Kriegsgebiet in sichere Unterkünfte zu bringen. Der Verein unterstützt die Tierbesitzer dabei auch mit Futter und bei den Kosten von Tierarztbehandlungen. Unterwegs entdeckten Helfer an einer Raststätte den kleinen Chosny mit gebrochenem Bein. Eine von ihnen nahm ihn auf und mithilfe des Zuschusses konnte er operiert werden.


Delitzscher versorgen ukrainische Hunde

Delitzsch – Der Deutsche Tierschutzbund hat den ihm angehörigen Tierschutzverein Delitzsch in Sachsen mit 4.000 Euro bei der Aufnahme von Hunden aus der Ukraine unterstützt. Mit dem Geld versorgt der Verein die Tiere aus dem Kriegsgebiet und bereitet sie mit Hundetrainern auf die Vermittlung in Deutschland vor.


 

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