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Vom Buch bis zum Film: Wir stellen Ihnen aktuelle Bücher und Filme aus der Welt der Tiere und rund um das Thema Tierschutz vor. In dieser Ausgabe: Agrarbündnis – Der kritische Agrarbericht 2016, Barbara Felde – Das Tierschutz-Kaninchenbuch und Katja Rüssel – Die Katzentrickkiste.

Glückskatze Laura

Cover des Buches Glückskatze Laura von Doris Meissner

Katzen begleiteten Doris Meissner schon in Ihrer Kindheit. Die Katzen lieber Freunde waren die Auslöser, die den Wunsch wieder bei ihr weckten, nach über dreißigjähriger Abstinenz wieder eine eigene Katze im Hause zu haben. Die Autorin wuchs in den 60er-Jahren im Hohenloher Land auf einem Bauernhof mit einer Vielzahl von Tieren auf. Schon in ihrer frühesten Kindheit faszinierten sie die Samtpfoten, auf deren Spuren sie viel Zeit verbrachte. In der Familie wusste sie immer als Erste, wo die geliebte Mieze ihre Jungen versteckt hatte. Doris Meissner wurde deshalb von ihrer Mutter auch „Katzenmutter“ genannt.
Freuen Sie sich nun auf die Glückskatze Laura, die ganz unverhofft ins Leben der Autorin tritt, als sie vor ihrer Terrassentüre auftaucht. Erleben Sie mit, wie Laura durch ihr Wesen eine innige Verbundenheit mit der Erzählerin schafft und ihr Leben bereichert hat, wie es wohl nur Samtpfoten können.

Mit jedem verkauften Buch unterstützen Sie den Deutschen Tierschutzbund mit einem Euro.

Bezugsbedingungen “Glückskatze Laura: 152 Seiten, Verlag tredition GmbH, Hamburg, Doris Meissner, 1. Auflage 2015,
ISBN: 978-3-7323-7026-9, 14,80 Euro

 

Agrarbündnis – Der kritische Agrarbericht 2016

Der Agrarbericht 2016.

Bezugsbedingungen “Kritischer Agrarbericht 2016”: 320 Seiten, 2016, ISBN: 978-3-930413-59-1, 22 Euro, zzgl. Porto, Bestellungen über den ABL-Verlag: verlag@bauernstimme.de

Jedes Jahr zu Beginn der weltweit größten Agrarmesse „Internationale Grüne Woche“ in Berlin veröffentlicht das AgrarBündnis, dem auch der Deutsche Tierschutzbund angehört, den „Kritischen Agrarbericht“. Wie kein anderes Buch dokumentiert „Der kritische Agrarbericht“ die aktuelle Debatte um die Landwirtschaft in Deutschland vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Agrarpolitik. Er benennt Missstände, berichtet aber auch von Initiativen, in denen Menschen sich für Tiere einsetzen, oder von Bauern, die gemeinsam mit Verbrauchern und Verbänden neue Wege gehen.

In insgesamt elf Kapiteln beschäftigen sich die Autoren mit der gängigen Praxis der Agrarindustrie und beleuchten deren Auswirkungen auf die Landwirte, den Markt, die Verbraucher, die Umwelt, den Welthandel sowie den Tierschutz. Das AgrarBündnis, das aus 25 Verbänden aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungsarbeit besteht, wendet sich mit seiner aktuellen Ausgabe gegen eine Wachstumslandwirtschaft ohne Wertschöpfung und zeigt gleichzeitig politische und praktische Alternativen auf.

Schwerpunkt Wachstum

Das 320-seitige Buch beinhaltet alleine 19 Artikel, in denen sich die Autoren mit dem Schwerpunktthema Wachstum auseinandersetzen. Unter anderem gehen sie den Fragen nach, wo die entscheidenden Wachstumstreiber liegen, wie „alternativlos“ eigentlich der „Strukturwandel“ ist und welche Spielräume die Betriebe haben, sich von den Wachstumszwängen zu befreien. Auch das Thema Tierschutz spielt im „Kritischen Agrarbericht“ eine beständige Rolle.

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, hat sich mit dem Thema „Wachstum, Nachhaltigkeit und Tierschutz – vereinbare Ziele?“ auseinandergesetzt. In seinem Beitrag beschreibt er die Zustände in der konventionellen Intensivtierhaltung, die in der Gesellschaft zunehmend an Akzeptanz verliert. Daraus folgert er, dass Nachhaltigkeit und Tierschutz mit der Doktrin des permanenten Wachstums nicht vereinbar sind, und zeigt Alternativen wie das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes auf.

Tiere als Abfall?

Franziska Hagen, Referentin beim Deutschen Tierschutzbund, setzt sich mit den unsichtbaren Folgen des Wachstumsstrebens in der Tierhaltung auseinander. Darin prangert sie unter anderem das sinnlose Töten von „überzähligen“ Ferkeln und männlichen Küken an, das aus rein ökonomischen Gründen geschieht – vom Gesetzgeber vorgesehen ist es jedoch nicht. Die Kritik der Öffentlichkeit an der heutigen Landwirtschaft, insbesondere an der Haltung und dem Umgang mit den Tieren, wächst indes.

Infolgedessen nimmt sich die Politik der Problematik allmählich an. Grundlegend ändern wird sich jedoch erst dann etwas, wenn es zusammen mit allen Beteiligten, also Tierhaltern, Vermarktern, Handel und Politik, gelingt, dem Wachstumswahn in Landwirtschaft und Handel – und dem damit verbundenen Preisverfall für Lebensmittel tierischer Herkunft – Einhalt zu gebieten. „Der kritische Agrarbericht“ ist für diejenigen interessant, die sich mit den Themen, Entwicklungen und Hintergründen in der Landwirtschaft kritisch auseinandersetzen.

 

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Bildrechte: Teaserbild "Bücher": connel_design – Fotolia.com, Buchcover "Glückskatze Laura": Doris Meissner, Buchcover "Kritischer Agrarbericht": ABL-Verlag