In tiefer Trauer

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In tiefer Trauer

Nach langer, schwerer Krankheit ist unser Ehrenpräsident Wolfgang Apel mit nur 65 Jahren am 4. Februar in seiner Heimatstadt Bremen verstorben.

Nach langer, schwerer Krankheit ist unser Ehrenpräsident Wolfgang Apel mit nur 65 Jahren am 4. Februar in seiner Heimatstadt Bremen verstorben. Der Tierschutz hat damit eine herausragende Persönlichkeit verloren. Das Präsidium, die Landesverbände, die Mitgliedsvereine und die Mitarbeiter beim Deutschen Tierschutzbund sind tief betroffen und trauern mit den Angehörigen. Wolfgang Apel hat in den Jahrzehnten seines Engagements den Tierschutz in Deutschland maßgeblich geprägt. Er hat den Deutschen Tierschutzbund zu Europas größtem und einflussreichstem Tier- und Naturschutzdachverband gemacht.

Wolfgang Apel, Ehrenpräsident.

Wolfgang Apel, Ehrenpräsident.

Seine Aktivitäten bleiben unvergessen. Beispielhaft waren der Kampf gegen die Käfighaltung von Legehennen und gegen die qualvollen Tiertransporte quer durch Europa. Zu einem seiner größten Erfolge in seiner Amtszeit als Präsident des Deutschen Tierschutzbundes gehörte die Einführung des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz. Wolfgang Apel hat sich stets konsequent für das Wohl der ihm anvertrauten Mitgeschöpfe eingesetzt, meist weit über seine eigenen psychischen und physischen Grenzen hinaus.

Er war ein Vorbild für alle Tierschützerinnen und Tierschützer. Die von ihm in der Ukraine initiierten Projekte wie das Tierschutzzentrum in Odessa und seine Aktivitäten in Kiew belegen, dass für ihn Tierschutz keine Grenzen kannte. Auch in anderen Ländern Europas hat er alles Menschenmögliche unternommen, um den Tieren zu einem besseren Leben zu verhelfen. Für den Aufbau des in Deutschland befindlichen Tier-, Natur- und Jugendzentrums Weidefeld hat er sich ebenfalls maßgeblich eingesetzt.

Von 1993 bis 2011 war Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Seit 1978 hatte er den ehrenamtlichen Vorsitz des Bremer Tierschutzvereins inne. Seit 1988 war er im Vorstand und seit 2000 war er Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und Umgebung. Im selben Jahr übernahm er den Vorsitz der Stiftung des Deutschen Tierschutzbundes. Außerdem war er lange Vorsitzender von NEULAND – Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung. Seine Motivation war immer jedes einzelne Tier. Für ihn war es stets sehr wichtig, für möglichst viele Tiere und ihr Wohlergehen zu kämpfen. Wir werden ihn sehr vermissen!

In Ausgabe 2/2017 lesen Sie in einem ausführlichen Nachruf mehr über das Lebenswerk des großen Tierschützers Wolfgang Apel.

Bildrechte: Deutscher Tierschutzbund e. V.