News der Woche: Zahlreiche tote Aale am Rheinufer

Dormagen – Es war ein ungewöhnliches und zugleich trauriges Bild, das sich Umweltschützern diese Woche am Rheinufer in Dormagen bot: Etwa 100 tote Aale lagen am Boden oder hingen mitsamt Hochwasser-Treibgut in Ästen. Wie der WDR berichtete, fanden Mitstreiter der Organisation RhineCleanUp die Tiere bei einer Müllsammelaktion auf einer Strecke von etwa einem Kilometer verteilt. Die Umweltschützer kontaktierten daraufhin die Rheinfischerei-Genossenschaft NRW, die die rätselhafte Todesursache nun gemeinsam mit dem Fischgesundheitsdienst NRW des Landesumweltamts untersucht.

Temperatursturz als mögliche Ursache?

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich vermutlich um weibliche Tiere, da die Aale eine Körperlänge von mehr als 60 Zentimetern haben – männliche Tiere sind in der Regel kleiner. Aktuell gehen die Experten daher davon aus, dass die Aale sich auf dem weiten Weg zu ihren Laichgebieten in der Sargassosee befanden, wo ihre Larven schlüpfen – eine Reise, die sie für gewöhnlich zwischen Spätsommer und Herbst antreten. Gegenüber dem WDR sagte ein Vertreter der Rheinfischerei-Genossenschaft, dass die Tiere möglicherweise von den eisigen Temperaturen in der vergangenen Woche überrascht wurden und daher in so großer Zahl starben. Ob das die tatsächliche Ursache war, wollen die Biologen des Fischgesundheitsdiensts NRW nun herausfinden. Auf diesem Wege soll auch geklärt werden, ob vielleicht weitere Tiere betroffen sind. In Deutschland ist der Europäische Aal seit 2009 durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Laut Weltnaturschutzunion ist er vom Aussterben bedroht.

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