News der Woche: Verkauf lebender Tiere auf Hamburger Fischmarkt wird verboten

Hamburg – Die Stadt Hamburg verbietet den Verkauf lebender Tiere auf dem beliebten Fischmarkt. Dies hat die Behörde für Wirtschaft und Innovation der Hansestadt angekündigt. Das Verbot soll voraussichtlich ab Oktober gelten – ein großer Erfolg für die lokalen Tierschützer, die sich bereits seit über 20 Jahren dafür einsetzen. Eine Ausnahme gilt für „aquatische Tiere, die für den Lebensmittelverzehr bestimmt sind“, beispielsweise Muscheln, Krebse und Fische. Doch das Angebot von Meerschweinchen, Kaninchen, Hühnern oder Tauben soll ab dem vierten Quartal dieses Jahres Geschichte sein. Damit folgt der Senat einem Antrag der rot-grünen Regierungsfraktionen, die im April 2021 ein solches Verkaufsverbot gefordert hatten.

Spontane Spaßkäufe ohne Beratung enden für viele Tiere im Tierheim

Auf dem Hamburger Fischmarkt, der sonntags um fünf Uhr öffnet, kaufen immer wieder alkoholisierte Menschen am Ende einer langen Partynacht spontan Tiere. „Weder beraten die Händler die Interessenten dabei adäquat, noch sind sich die übereifrigen Käufer in dem Moment ihrer Verantwortung gegenüber dem Tier bewusst“, sagt Dr. Henriette Mackensen, Leiterin der Abteilung Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. In der Folge musste der Hamburger Tierschutzverein von 1841, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, beispielsweise auffällig oft sonntags und montags ausgesetzte Hühner aus der Gegend um den Fischmarkt aufnehmen. „Zudem sind auch die Bedingungen vor Ort ungeeignet für die Tiere, denn der Lärmpegel, die furchteinflößenden Menschenmassen, die Enge der Käfige und fehlende Rückzugsmöglichkeiten sorgen für einen enormen Stresspegel“, kommentiert der Verein, der das Verkaufsverbot sehr begrüßt.

(© Foto: Pixabay – Karsten Bergmann)

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