News der Woche: Veganuary – Tierfreundlicher Trend zum Jahresstart

Bonn ­– In diesen Tagen posten weltweit zehntausende begeisterte User unter dem Hashtag Veganuary in den sozialen Netzwerken. Mit dieser Kombination aus Vegan und January dokumentieren sie ihre rein pflanzlichen Mahlzeiten und teilen so ihren guten Vorsatz zum neuen Jahr, den ganzen Monat die leckere und spannende Welt der veganen Küche entdecken zu wollen. Seit einigen Jahren hat sich der Veganuary etabliert, in dem immer mehr Menschen gemeinsam eine tierfreundlichere Ernährungsweise online und am eigenen Herd ausleben. Die gleichnamige Organisation gibt an, seit 2014 bereits über eine Million Menschen in 192 Ländern dabei unterstützt zu haben, im Januar eine rein pflanzliche Ernährung auszuprobieren. Auch viele Unternehmen beteiligen sich. Allein 2020 hätten im Zuge der ursprünglich aus Großbritannien stammenden Aktion mehr als 600 Firmen aus der Lebensmittelbranche über 1.200 neue vegane Produkte und Menüs auf den Markt gebracht, vermelden die Initiatoren. In diesem Jahr beteiligen sich laut „Business Insider“ allein bundesweit 100 namhafte Ketten, von Discountern über Drogerien bis zur Systemgastronomie. Damit setzen sie auf einen Trend, den auch die jüngst veröffentlichte Studie einer führenden Online-Bestellplattform für Lebensmittellieferungen bestätigt: 70 Prozent der 18- bis 35-Jährigen in Deutschland interessieren sich demnach für eine vegane Ernährung, mit 58 Prozent überwiegend Männer. Das Unternehmen selbst verzeichnete im November 2020 166 Prozent mehr vegane Bestellungen als im November 2019.

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt die Teilnahme unzähliger Überzeugungs-, Einstiegs- und Probeveganer an dem Aktionsmonat. „Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen den Blick über den eigenen Tellerrand wagen und sich mit ihren täglichen Mahlzeiten genussvoll für die Tiere stark machen“, sagt Verena Jungbluth, Leitung Veganismus beim Deutschen Tierschutzbund. Denn die konventionelle Ernährungs- und Lebensweise mit Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten hat nicht nur direkte und indirekte Auswirkungen auf Tiere, sondern auch auf andere Menschen, die Umwelt, das Klima, die globalen Ressourcen und die gesamte biologische Vielfalt“, schildert Jungbluth.

Wer jetzt noch in den Veganuary einsteigen und diesen sogar darüber hinaus ausweiten möchte, findet im Kochbuch „Tierschutz genießen“ leckere Inspiration. Mit „Tierschutz genießen – Das Backbuch“ tritt der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit 28 prominenten Köchen zudem den Beweis an, dass auch alle Kuchen und Torten im Handumdrehen ohne tierische Produkte zubereitet sind. Alle Informationen zu den beiden Büchern finden Sie unter www.tierschutz-geniessen.de

(© Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.)

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