News der Woche: Stärkster Zuwachs an Angler*innen in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin – Mehr als 1.300 Angler*innen sind im vergangenen Jahr in den Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern (LAV) eingetreten, darunter 794 Erwachsene sowie 565 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Das ist der bislang größte Zuwachs innerhalb von zwölf Monaten. Insgesamt zählt der Verband, der die Zahlen auf seine Jugendarbeit zurückführt, jetzt 48.811 Mitglieder. „Aus Tierschutzsicht ist es erschreckend, wenn Angelverbände Angeln als reines Vergnügen verharmlosen und bereits Kinder und Jugendliche gezielt dazu animieren“, sagt James Brückner, Leiter des Referats für Wildtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Denn Fische können genauso Schmerzen, Stress und Angst empfinden wie alle anderen Tiere auch.

Angeln bedeutet Tierleid

Für die Tiere bedeutet das Angeln Stress und einen grausamen Tod. Sobald der Haken in das empfindliche Maul oder den Kiemenbereich eindringt, beginnt eine Tortur. Wenn der Fisch am Köder anbeißt, versucht er zu entkommen. Sobald er den Widerstand spürt, kämpft er ums Überleben. Seine Muskeln werden aufgrund der hohen Belastung nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Der Fisch ist so erschöpft, dass er keinen Widerstand mehr leistet. Nach dem Herausheben aus dem Wasser folgt der finale Todeskampf. Auch die „Catch and Release“-Methode ist brutal. Dabei wird der Fisch nach dem Fangen wieder freigelassen. „Doch die Fische sind durch den Kampf an der Angelleine schwer verletzt und stehen unter Schock. Nicht selten verenden lebend zurückgesetzte Fische später qualvoll“, so Brückner. Der Deutsche Tierschutzbund lehnt das Angeln als Sport und Freizeitbeschäftigung strikt ab und setzt sich dafür ein, dass Fische gesetzlich mehr Schutz erfahren.

Fische sind keine Lebensmittel

Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern gibt auch an, das Verständnis für Fische als „wertvolles Nahrungsmittel“ vermitteln zu wollen. Allerdings sollten Fische nicht  als Lebensmittel, sondern als empfindungsfähige und faszinierende Lebewesen Beachtung finden. Wer nicht auf den salzigen und fischigen Geschmack verzichten möchte, findet im Supermarkt vegane Fischalternativen oder kann diese auch selbst zubereiten. Auf weiljedemahlzeitzählt.de finden Sie Tipps dazu, mit welchen pflanzlichen Zutaten sich eine Meeresnote auf den Teller bringen lässt, sowie zahlreiche Rezepte, die ohne Fisch und andere tierische Produkte auskommen, beispielsweise für veganen „Sahnehering“.

(Bild: Pixabay – viviane6276 (Angeln); publicdomainimages (Fisch))

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