News der Woche: Hunde sterben in aufgeheizten Autos

Schweinfurt – Oft genug wird davor gewarnt, doch trotzdem lassen Hundehalter immer wieder ihre Tiere bei Hitze im Auto zurück. Für einen Rottweiler-Rüden kam im Landkreis Schweinfurt nun jede Hilfe zu spät – der siebenjährige Hund starb Medienberichten zufolge noch im Fahrzeug. Der Halter hatte das Tier während seines Urlaubs in die Obhut seiner 22-jährigen Tochter gegeben. Sie hatte das Tier trotz Sommertemperaturen von rund 30 Grad im Kofferraum zurückgelassen und war offenbar davon ausgegangen, dass der Hund bei heruntergelassenen Scheiben genügend Frischluft bekommt – ein fataler Fehler. Etwa zwei Stunden später wurde eine Passantin auf den noch lebenden Hund aufmerksam und alarmierte die Polizei. Die Beamten schlugen die Autoscheibe ein, doch der Rottweiler konnte nicht mehr gerettet werden und war bereits tot. Die Tochter des Halters muss nun mit einer Anzeige rechnen.

Kein Einzelfall

Dieses Beispiel ist bei weitem kein Einzelfall. Erst wenige Tage zuvor starben bei Hannover zwei Hunde einer Frau, die die beiden Tiere ebenfalls bei einer Außentemperatur von mehr als 30 Grad in ihrem Wagen zurückgelassen hatte. Der Dobermann war bereits tot, als die alarmierten Rettungskräfte eintrafen. Auch der zweite Hund, ein Chihuahua, starb kurz nach der Befreiung aus dem Auto in einer Tierklinik. Wie Medien berichteten, hat die Polizei Ermittlungen gegen die Halterin eingeleitet.

Im Ernstfall die Polizei rufen

Der Deutsche Tierschutzbund warnt Hundebesitzer eindringlich davor, die Gefahr bei sommerlichen Temperaturen zu unterschätzen und ihre Tiere in Fahrzeugen allein zu lassen. „In der Sonne heizt sich der Innenraum eines Pkw bereits nach wenigen Minuten extrem auf“, mahnt Dr. Katrin Umlauf, Referentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. Hinzu kommt, dass Hunde sich nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen können und somit besonders hitzeempfindlich sind, so die Expertin. „Wer einen Hund bei wärmeren Temperaturen im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen die Tierschutz-Hundeverordnung. Passanten, die ein Tier in solch einer Notlage entdecken, sollten schnellstmöglich versuchen, den Fahrzeughalter in der Nähe ausfindig zu machen, und ansonsten nicht zögern, die Polizei zu rufen.“

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(© Foto: Unsplash – Olga Vasilyeva)

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