Grausame Botox-Tests an Mäusen

Nach wie vor sterben jährlich hunderttausende Mäuse in grausamen Tests für Botox – und das für Produkte, die vorwiegend kosmetischen Zwecken dienen und Falten glätten sollen. Die Tiere zahlen für die vermeintliche Verschönerung der Menschen einen schrecklichen Preis.

Botox-Aktionswoche

Der Deutsche Tierschutzbund macht daher im Rahmen einer Aktionswoche vom 18. bis 22. Juli auf das Leid der Tiere aufmerksam und appelliert an die Unternehmen Eisai und Ipsen, ihre Versuche an Mäusen umgehend zu stoppen und alternative Prüfverfahren einzuführen. Gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund beteiligen sich auch andere Organisationen an der Aktionswoche der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE), einer Allianz europäischer Tierschutzorganisationen gegen Tierversuche.

Grausame Tierversuche

Sowohl das japanische Unternehmen Eisai, mit Firmensitzen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Schweiz und Spanien, als auch das in Großbritannien angesiedelte Unternehmen Ipsen testen ihre Produkte nach wie vor an Mäusen. Dabei wird jede Produktionseinheit Botox im sogenannten LD50-Test geprüft. Die Forscher injizieren Gruppen von Mäusen verschiedene Mengen Botox in die Bauchhöhle, um die Dosis zu ermitteln, die 50 Prozent der Tiere tötet. Dieses Prozedere ist mit enormem Leid verbunden: Die Mäuse ersticken langsam durch die Lähmung ihrer Atmungsmuskulatur.

Alternativen sind möglich

Obwohl die EU seit 2013 verbietet, Kosmetika zu produzieren oder importieren, die an Tieren getestet wurden, gilt dieses Verbot nicht für Botox. Der Grund ist ein Schlupfloch im Gesetz: Bei Botox handelt es sich um ein Produkt, dass injiziert und nicht auf die Haut aufgetragen wird, weshalb es sich nach gesetzlicher Definition nicht um ein kosmetisches Produkt handelt. Dabei zeigen einige Hersteller bereits, dass es auch ohne Tierversuche geht: Beharrliche öffentliche Proteste haben dazu geführt, dass die Unternehmen Allergan und Merz schon seit 2011 beziehungsweise 2015 anstelle von Tierversuchen Tests mit menschlichen Zellen nutzen.

Alles über den Botox-Protest des Deutschen Tierschutzbundes erfahren Sie hier.

(Foto: © Alekss – Fotolia.com)

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