News der Woche: Gericht verhängt fast dreijährige Freiheitsstrafe gegen Tierquäler

Friedberg – Es ist ein wichtiges Urteil, das das Amtsgericht Friedberg nun verhängt hat: Fast drei Jahre muss ein Tierquäler aus dem hessischen Wetteraukreis ins Gefängnis – das berichteten diese Woche mehrere Medien. Der 36-Jährige hatte zahlreiche Igel und Kaninchen gequält und getötet, wie er vor Gericht gestand. Der Staatsanwaltschaft zufolge fing er allein zwischen Mai 2020 und seiner Festnahme im August 2021 mindestens 32 Igel, hielt sie tagelang in seiner Wohnung, quälte sie und ließ sie dann verhungern. Andere Tiere habe er ertränkt und in Plastik verpackt in der Region verteilt, wo Passanten sie fanden. Bei der Durchsuchung der Wohnung sollen die Beamten neben Igeln auch auf getötete Kaninchen und Katzen gestoßen sein, so die Medienberichte. Als Motiv für seine grausamen Taten gab der Mann ein Drogenproblem an.

Das Tierschutzgesetz konsequent durchsetzen

In neun Fällen konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass er Wirbeltieren aus Rohheit erhebliche Schmerzen zugefügt und sie getötet habe. Der zuständige Richter verurteilte den Mann daher nun zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt zwei Jahren und zehn Monaten ohne Bewährung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. „Es ist begrüßenswert, dass das Gericht für diese Tierquälerei eine vergleichsweise hohe Strafe verhängt hat“, sagt Evelyn Ofensberger, Leiterin der Abteilung Recht beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir fordern, dass auch andere Gerichte und Verwaltungsbehörden das Tierschutzgesetz so konsequent durchsetzen. Denn zu häufig werden gegen Menschen, die gegen dieses Gesetz verstoßen, lediglich milde Strafen wie Bußgelder verhängt.“

(© Fotos: Pixabay – Alexas_Fotos)

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