Autor: Joscha Duhme, Redakteur DU UND DAS TIER
Nicht willkommen zu sein, ist kein schönes Gefühl. Unerwünscht zu sein erst recht nicht. Nun haben Tiere zwar bekanntermaßen weder Kenntnis der Regularien der Europäischen Union noch ein Bewusstsein für deren Bedeutung. Doch viele von ihnen erfahren sehr leidvoll am eigenen Leib, wenn Behörden ihnen den Stempel „unerwünscht“ aufdrücken, indem sie sie als „invasiv“ einstufen. Diese Kategorie gilt für Arten, die aus ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet „durch menschliches Einwirken“ in die Staatengemeinschaft eingebracht wurden, sich anschließend ausbreiten konnten und – laut der EU – die biologische Vielfalt, andere Tier- und Pflanzenarten und die heimischen Ökosysteme gefährden. Eine eigene EU-Verordnung behandelt seit 2015 die „Prävention und das Management“ dieser Arten. Was es im schlimmsten Fall bedeuten kann, wenn Mitgliedsstaaten die Populationen „managen“, haben in der Jagdsaison 2020/2021 allein in Deutschland über 200.000 Waschbären und über 100.000 Nutrias zu spüren bekommen.So viele Tiere haben Jäger nach offiziellen Angaben getötet. Auch weit über 30.000 Nilgänse, die sich längst bei uns eingelebt haben, sterben jährlich im Fadenkreuz.

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Bildrechte: Artikelheader: stock.adobe.com – Ty (Waschbären); Fotos: Pixabay – didier aires (Nutrias im Wasser), Andreas Glöckner (Gänse auf Wiese), Helmut Stirnweis (fliegende Nilgans), Alexas_Fotos (Nutrias am Ufer)