Das Leid hinter der Trophäenjagd

Unselige Praxis

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Das Leid hinter der Trophäenjagd

Unselige Praxis

Trotz ermutigender Signale aus dem Bundesumweltministerium bleibt die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Deutschland ein Ärgernis.

  • Autor: Bernd Pieper, Geschäftsführer Kommunikation beim Deutschen Tierschutzbund

Laut des Bundesamtes für Naturschutz wurden im Jahr 2021 insgesamt 417 Jagdtrophäen geschützter Arten nach Deutschland eingeführt. Die häufigsten Herkunftsländer waren Namibia, Südafrika und Tansania. Zwischen 2017 und 2020 hatte die Einfuhr von Jagdtrophäen geschützter Arten nach Deutschland um satte 30 Prozent zugenommen. In diesem Zeitraum wurden Jagdtrophäen von 636 Zebras, 418 Pavianen, 104 Braunbären, 100 Leoparden, 99 Flusspferden, 93 Afrikanischen Elefanten, 68 Löwen, 58 Wölfen, 39 Wildschafen, 25 Geparden, neun Breitmaulnashörnern, sieben Eisbären, einem Spitzmaulnashorn sowie von zahlreichen weiteren geschützten Arten nach Deutschland eingeführt beziehungsweise entsprechende Einfuhrgenehmigungen erteilt. Im Februar 2021 hatten 14 deutsche Natur- und Tierschutzverbände ein Forderungspapier zur Trophäenjagd im Ausland vorgelegt – mit einer klaren Schlussfolgerung: Die Trophäenjagd sei ethisch nicht vertretbar und widerspreche grundlegenden Zielen des Natur-, Arten- und Tierschutzes.

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