Autor: DU UND DAS TIER
Jürgen Plinz wieder im Vorstand der Eurogroup for AnimalsBrüssel – Jürgen Plinz, Schatzmeister und Präsidiumsmitglied des Deutschen Tierschutzbundes, wurde für drei weitere Jahre als Vorstandsmitglied der Eurogroup for Animals, Dachverband der europäischen Tierschutzorganisationen, wiedergewählt. Indem der Deutsche Tierschutzbund erneut ein Vorstandsmitglied stellt, will der Verband auch künftig auf EU-Ebene an wichtigen Tierschutzthemen wie der kürzlich beschlossenen EU-Verordnung zum Wohlergehen von Hunden und Katzen und ihrer Rückverfolgbarkeit mitwirken.
Hamburg – Der Deutsche Tierschutzbund hat an der umfassenden Überarbeitung des Leitfadens „Tierheime – sicher und gesund Tiere pflegen“ der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) mitgewirkt. Das Informationsangebot unterstützt mit praxisnahen Hinweisen verantwortliche Personen in Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen dabei, Arbeitsabläufe sicher und gesundheitsgerecht zu gestalten. Die digitale Publikation ist kostenlos auf www.vbg.de verfügbar. Die gedruckte Version ist unter der Artikelnummer 27-05-6743-1 im Medien-Center der VBG bestellbar.
Demo für schärfere Regeln bei TiertransportenBrüssel – Der Deutsche Tierschutzbund hat gemeinsam mit der Eurogroup for Animals, dem Dachverband der europäischen Tierschutzorganisationen, vor dem Europäischen Parlament in Brüssel gegen das Leid bei Tiertransporten demonstriert. Die Tierschützer*innen forderten EU-Abgeordnete dazu auf, Tierschutzmaßnahmen bei der anstehenden Aktualisierung der EU-Gesetze zum Lebendtiertransport zu priorisieren. Dazu zählen unter anderem schärfere Regeln bei Temperaturgrenzen, Reisezeiten und Platzangeboten. Die derzeit gültige Transportverordnung ist bereits über zwanzig Jahre alt. Wer den Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter unerträglichen Transportbedingungen leiden, helfen will, kann den offenen Brief unterschreiben: eurogroupforanimals.org/transport-regulation.
Ende der Käfighaltung gefordertBerlin – Gemeinsam mit anderen Tierschutzorganisationen hat der Deutsche Tierschutzbund vor dem Brandenburger Tor in Berlin für ein Ende der Käfighaltung protestiert. Ausgangspunkt war die europäische Bürgerinitiative „End the Cage Age“, die rund 1,4 Millionen Bürger*innen unterstützten. Die Europäische Kommission hatte bereits 2021 zugesagt, bis Ende 2023 entsprechende Gesetzesvorschläge vorzulegen – dies blieb jedoch bis heute aus. Inzwischen möchte die Kommission nun bis Ende 2026 Vorschläge für Legehennen und Masthühner einreichen. Schätzungsweise rund 300 Millionen Tiere sind in der EU jährlich von Käfigen, Kastenständen oder vergleichbaren Haltungssystemen betroffen.
Berlin – Das AgrarBündnis, in dem der Deutsche Tierschutzbund Mitglied im Vorstand ist, hat die Bundesregierung bei einer Pressekonferenz dazu aufgefordert, die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) endlich umzusetzen. Diese hatte die ZKL bereits vor fünf Jahren vorgelegt. „Die Ampel und auch die jetzige Bundesregierung hat immer noch keine Strategie erarbeitet, wie die Zukunft der tierhaltenden Landwirtschaft gestaltet werden soll. Die Vorschläge der Zukunftskommission Landwirtschaft werden nahezu komplett ignoriert oder einzelne Themen herausgepickt, die dann aber nur bruchstückhaft umgesetzt werden, wie zum Beispiel die geplante Tierhaltungskennzeichnung. Das ist das Gegenteil von Planungssicherheit und nachhaltiger Tierschutzpolitik“, sagt Jenny Schlosser, Leiterin des Teams Politik beim Deutschen Tierschutzbund und Vorstandssprecherin im AgrarBündnis.
Kiel – Schleswig-Holstein hat als erstes Flächenland eine landesweite Katzenschutzverordnung verabschiedet. Damit wird im gesamten Bundesland eine einheitliche Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen geschaffen, die das Leid der Straßenkatzen verringern und Tierheime entlasten dürften. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsvereinen und seinem Landesverband Schleswig-Holstein hat der Deutsche Tierschutzbund seit etwa 15 Jahren für diesen historischen Erfolg gekämpft. „Wir hoffen, dass andere Bundesländer und insbesondere der Bund die Signalwirkung erkennen und diesem Beispiel folgen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
Bonn – Der Deutsche Tierschutzbund hat sich gemeinsam mit sechs weiteren Tierschutzorganisationen in einem Brief an Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, gewandt, und fordert darin ein bundesweites Verbot der Anbindehaltung von Rindern. Anlass für das Schreiben ist ein Erlass in Niedersachsen, wonach die ganzjährige Anbindehaltung mit einer Übergangsfrist auslaufen wird. Rechtsgutachten sowie wissenschaftliche Analysen belegen, dass diese Haltungsform gegen das Tierschutzgesetz verstößt. Bis zu einer Million deutsche Rinder müssen dennoch in Anbindehaltung ausharren, davon schätzungsweise über 600.000 ganzjährig.
Impulse für die Arbeit mit Kindern und JugendlichenHückeswagen – Rund 20 Teilnehmer*innen lernten bei der Tierschutzlehrer-Weiterbildung und dem Fachtag Tierschutzbildung des Deutschen Tierschutzbundes in Hückeswagen die Vielfalt der Umsetzung von Tierschutz und Bildung in der Praxis kennen. Einblicke in ein Bienenprojekt gab Franziska Reul, Lehrerin an der Gesamtschule Heinsberg-Waldfeucht. Kim Sichert, Jugendgruppenleiterin im Tierheim Hamburg, erklärte, wie ein Tierschutz-Podcast mit Jugendlichen entstehen kann. Andrea Hellmann, Jugendgruppenleiterin im Tierheim Siegen, brachte der Gruppe Ferienangebote als Teil der Tierschutzbildung im Verein näher. Die Teilnehmer*innen erhielten außerdem Denkanstöße zum Thema „spielerischer Tierschutz“. So prüften sie, wie sich bekannte Spielarten auf den Tierschutz übertragen lassen und entwickelten anschließend auch neue Spiele. Beim World-Café konnten sich die im Kinder- und Jugendtierschutz Aktiven über ihre Erfahrungen austauschen und weitere Inspirationen für ihre eigene Arbeit sammeln.
Elmshorn – Spenden und das Handeln mehrerer Gemeinden retteten das Tierheim Elmshorn, das dem Deutschen Tierschutzbund angehört, vor dem Aus aufgrund finanzieller Engpässe. Bei der Spendenkampagne der Tierschützer*innen kamen innerhalb weniger Wochen etwa 45.000 Euro zusammen. Dieses Geld hilft vor allem dabei, die Tiere medizinisch zu versorgen. Darüber hinaus erhöhten zwei Drittel der Ämter die Fundtierpauschale von 65 Cent auf 1,50 Euro pro Tier. Elmshorn hat die Erhöhung rückwirkend für 2026 beschlossen, sodass das Tierheim bereits erste Gelder erhalten hat. Einer Erhöhung auf 2,50 Euro ab dem kommenden Jahr stimmte schon die Mehrheit der Gemeinden zu. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützte den Tierschutzverein Elmshorn und Umgebung zudem mit seiner Finanzberatung und 50.000 Euro für den Innenausbau des Tierheims.
Zweites TaubenhausDüsseldorf/Ratingen – In Ratingen-West hat ein neues Taubenhaus eröffnet, in dem bis zu 100 Tauben Platz finden. Es ist bereits das zweite im Stadtgebiet von Ratingen. Dabei arbeitete der Tierschutzverein Düsseldorf und Umgebung, der dem Deutschen Tierschutzbund angehört, mit der Stadtverwaltung Ratingen zusammen. Die erfahrenen Tierschützer*innen übernehmen die Betreuung des Taubenhauses, das den Tieren nun sichere Nistmöglichkeiten bietet. Die Tiere konzentrieren sich stärker auf das Umfeld des Taubenhauses, wodurch Verschmutzungen durch Taubenkot in anderen Bereichen des Stadtteils verringert werden. Gleichzeitig kann durch den kontrollierten Austausch von Eiern die Population nachhaltig reguliert werden. „Insgesamt bietet das Taubenhaus eine ganzheitliche Lösung für den Umgang mit den Tieren – ohne Leid und tierschutzgerecht“, so Melanie Gordon, Leiterin des Tierheims Düsseldorf. Das Wohnungsunternehmen LEG finanzierte das Taubenhaus inklusive Umzäunung.

v.l.n.r.: Dezernentin Heike von Ostrowski, Landrat Marco Prietz, Marcel Mertens, Vorstandsvorsitzender des Tierschutzvereins für den Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V., Gerhard Kahrs, HVB-Sprecher und Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Selsingen, Sandra Hennings, stellv. Vorstandsvorsitzende des Tierschutzvereins für den Landkreis Rotenburg (Wümme) e.V.
Rotenburg – Der dem Deutschen Tierschutzbund zugehörige Tierschutzverein für den
Landkreis Rotenburg Wümme plant mit vier Kommunen zusammen ein größeres und zentrales Tierheim, um die Situation für Fund- und Abgabetiere zu verbessern. Die Einrichtung soll etwa viermal mehr Platz bieten als das bisherige Tierheim. Der Verein sucht derzeit noch ein passendes Grundstück, auf dem künftig 486 Katzen, 26 Hunde und 146 Kleintiere pro Jahr unterkommen können. Etwa vier Millionen Euro wird der Neubaukomplex kosten. Das Land Niedersachsen gibt an, das Projekt finanziell zu unterstützen zu wollen.
Sadelkow – Schwere Zeiten für den Tierschutzverein Sadelkow – Gnadenhof Sonnenschein, der dem Deutschen Tierschutzbund angehört: Die nahegelegene Stadt Friedland hat den Vertrag mit dem Tierheim des Vereins beendet. Grund ist, dass die Einrichtung keinen Bereitschaftsdienst in der Nacht mehr anbietet. Für die Nachtschicht hat das Tierheim nicht genug ehrenamtliche Helfer*innen. Bislang zahlte die Stadt dem Tierheim 14.000 Euro für die Aufnahme von Tieren. Diese wichtigen Einnahmen fehlen jetzt. Rund 100 Tiere versorgt das Tierheim Sadelkow.
Deutschland – Auch diesen Sommer haben sich die Fälle ausgesetzter Tiere zur Urlaubszeit gehäuft. So nahmen etwa das Tierheim Berlin und der Hamburger Tierschutzverein von 1841, beides Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes, in den ersten Sommerwochen bereits 46 Fundkatzen beziehungsweise 146 Tiere wie Katzen, Hunde, Kaninchen und Schildkröten in ihre Obhut. Einige Tierheime, die dem Deutschen Tierschutzbund angehören, waren im Sommer sogar gezwungen, temporär einen Aufnahmestopp zu verhängen, beispielsweise die Einrichtung des Bremer Tierschutzvereins.
Mainz – Anna-Lena Busch, Vorsitzende des Deutscher Tierschutzbund Landesverbandes Rheinland-Pfalz, hat das Krimidinner „Das Katzen-Koma im Tierheim“ in Kooperation mit MysteryShaper entwickelt. Die Teilnehmer*innen erleben spielerisch, welche Verantwortung die Arbeit von Tierpfleger*innen mit sich bringt – eingebettet in einen spannenden Kriminalfall. Das Spiel ist für 24,90 Euro über mysteryshaper.com erhältlich. Ein Teil des Erlöses kommt dem Landesverband zugute.
Bauprojekt gestartetSelb – Mit einem symbolischen Spatenstich ist das Bauprojekt des Tierschutzvereins Selb und Umgebung, der dem Deutschen Tierschutzbund angehört, gestartet. Auf einem Grundstück im Industriegebiet Selb-West entsteht ein neues, modernes Tierheim, das die derzeitige Einrichtung, die mehrere Jahrzehnte alt ist, ersetzen soll. Es soll den heutigen Anforderungen an den Tierschutz und den Bedürfnissen der Hunde, Katzen und Kleintiere gerecht werden.
Mehr Wildtiere zu versorgenMünchen – Der Tierschutzverein München, der dem Deutschen Tierschutzbund angehört, hat 2025 insgesamt 7.073 Tiere untergebracht, knapp 4.800 von ihnen Wildtiere. Die Zahl der hilfsbedürftigen Wildtiere hat sich in fünf Jahren nahezu verdoppelt. Die Einrichtung ist die einzige professionelle Wildtierstation in Süddeutschland und gerät zunehmend an ihre Grenzen.
Holzminden – Der Tierschutzverein Holzminden, der dem Deutschen Tierschutzbund angehört, hat ein neues Tierheim errichtet. Die Einrichtung erfüllt höchste Standards der Tierhaltung und verfügt über mehr Platz, neue Zwinger und eine Hundedusche. Auch ein Behandlungsraum für Tierärztinnen und -ärzte ist vorhanden. Die Baumaßnahmen kosteten insgesamt 1,5 Millionen Euro. Der Deutschen Tierschutzbund unterstützte seinen Mitgliedsverein finanziell mit etwa 135.000 Euro, unter anderem für die energetische Sanierung, der Anschaffung hochwertiger Katzenquarantäneboxen und den Zaunbau des Hundehaus. Im Vorfeld gingen Jäger*innen sowie Landwirtinnen und Landwirte jahrelang gegen das Tierheim juristisch vor. Dabei ging es unter anderem um die Nutzung eines 65 Meter langen Weges zum Tierheim. Die Interessensgruppe gab an, die Hunde des Tierheims könnten Wild verscheuchen und den Weg verkoten. Das Gericht gab dem Tierheim für die Sondernutzung des Weges recht.
Greifvogelwilderer erwischtSchaumburg – Das Komitee gegen den Vogelmord, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, hat dabei geholfen, einen Greifvogelwilderer im Landkreis Schaumburg zu stellen. Die Tierschützer*innen informierten die Polizei über einen aktiven Habichtfangkorb eines Taubenzüchters. Das tierschutzwidrige Gerät fanden die Beamt*innen im unmittelbaren Umfeld des Taubenschlags vor. Seit 2005 hat das Komitee gegen den Vogelmord bereits 207 Fälle der illegalen Verwendung von Habichtfangkörben in Deutschland nachgewiesen.
Varensell – Der dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossene Verein Achtung für Tiere hat die Pforten seines Lebenshofs geöffnet. Über 100 Besucher*innen konnten einen Blick hinter die Kulissen der Tierschutzarbeit werfen und unter anderem Kaninchen, Hühner, Minischwein Rosi und viele Katzen beobachten. Die Tierschützer*innen berichteten vom Schicksal der einst in Not geratenen Tiere, die nun bei Achtung für Tiere sicher behütet ihre letzte Lebenszeit verbringen können. Neben Hofführungen gab es Flohmarktstände, Aktionen für Kinder und leckere vegane Speisen.
Düsseldorf – Der Tierschutzverein Düsseldorf, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, hat die erste Folge seiner mehrteiligen Dokumentation „Jagd im Visier“ veröffentlicht. Darin geht es um das Jagdsystem in Deutschland und welche gesellschaftlichen und politischen Strukturen dahinterstehen. Außerdem beleuchten die Tierschützer*innen in der Reihe die aktuellen Jagdpraktiken und deren Auswirkungen auf Wildtiere, Ökosysteme und den Tierschutz. Ihr Ziel ist es, Menschen für das Leid der betroffenen Tiere zu sensibilisieren und ein Umdenken anzustoßen. Die Dokumentation ist kostenlos auf dem YouTube-Kanal des Tierschutzvereins Düsseldorf verfügbar.
Kastrationen gegen KatzenleidHamburg – Seit Jahresbeginn gilt in Hamburg eine Katzenschutzverordnung. Um den Erfolg der Verordnung zu unterstützen, hat der Hamburger Tierschutzverein von 1841, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, eine Kastrationskampagne für Straßenkatzen gestartet. Neben Aufklärungsarbeit führen die Tierschützer*innen auch Kastrationsaktionen durch. Dafür konnten sie die Tierärztin Marie Rodewald gewinnen, die alle 14 Tage im OP-Bereich des Vereins Straßenkatzen kastriert. Mittlerweile wurden in diesem Zuge mehr als 70 Straßenkatzen kastriert.
Lage in türkischen Tierheimen spitzt sich zuAnkara – Die Lage der Straßenhunde in der Türkei hat sich weiter verschärft. Eine Gesetzesänderung von August 2024 verpflichtet Kommunen, streunende Hunde einzufangen und in Tierheimen unterzubringen. Jedoch gibt es für die rund vier Millionen betroffenen Tiere landesweit nur etwa 110.000 Tierheimplätze. Wie der dem Deutschen Tierschutzbund angeschlossene Verein Datça Dogs berichtet, sind das städtische Tierheim sowie ein zusätzliches, von Ankara bereitgestelltes Areal bereits überfüllt. Die Hunde drängen sich auf engstem Raum in praller Sonne bei Temperaturen von regelmäßig über 35 Grad – ohne ausreichend Trinkwasser und Schatten. Zahlreiche ehrenamtliche Tierschützer*innen setzen sich unter schwierigen Bedingungen dafür ein, die Haltung der Hunde wenigstens ein Stück weit zu verbessern. Der Deutsche Tierschutzbund warnte bereits vor zwei Jahren davor, dass das massenhafte Einsammeln das Leid von den Straßen in überfüllte Tierheime verlagern würde. Nur konsequente Kastrationsprogramme können die Zahl der Straßenhunde wirksam senken. Kontaktversuche zu Behörden und Ministerien blieben bislang erfolglos. Um den Druck auf die Politik weiter zu erhöhen, rät der Verband von Reisen in die Türkei ab.
Tierschutzbildung auf dem TiNa-HofDüsseldorf – Zahlreiche Tiere wie Katzen, Enten und Tauben, die einst in Not geraten sind, haben auf dem Umweltbildungshof „TiNa macht Schule“ des Tierschutzvereins Düsseldorf und Umgebung, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, ein Zuhause gefunden – TiNa steht für Tier- und Naturschutz. Gleichzeitig ist der Hof für Kinder, Jugendliche und soziale Einrichtungen ein Ort der Begegnung und des Lernens. So begrüßt das Hof-Team jede Woche zehn Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen fünf bis neun des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Düsseldorf, die an der TiNa-Hof-AG teilnehmen. Die Lehrerinnen Mareike Meier und Claudia Klatt-Haase begleiten die Schüler*innen dabei. Vor allem die Katzen sind der Gruppe ans Herz gewachsen. Katzenexpertin Sylvia erklärt der AG, wie sie die Signale der Tiere richtig deuten und mit ihnen umgehen. Die Kinder sammeln zudem regelmäßig Ideen, wie sie den Katzengarten noch schöner gestalten können, und haben bereits einen großen Kratzbaum gebaut. Katrin Peters und Katrin Wesendonk, die den Hof gemeinsam leiten, zeigen sich beeindruckt vom Engagement der Schüler*innen: „Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, was viele fleißige Hände gemeinsam schaffen können.“
Mainz – „Im Zeichen Europas“ lautete das diesjährige Motto des Projekttages der Maria-Ward-Schule in Mainz. Tierschutzlehrerin Jessica Werking, die 2018 die Tierschutzlehrer-Weiterbildung des Deutschen Tierschutzbundes absolvierte, erarbeitete mit rund 50 Schülerinnen aus der fünften Jahrgangsstufe des Gymnasiums Inhalte rund um den illegalen Welpenhandel in Europa. Die Teilnehmerinnen lernten, welche Anzeichen es für illegalen Handel gibt, und unter welchen schlimmen Bedingungen die Tiere leben und quer durch Europa transportiert werden. Für einen Ausstellungstag, zu dem Mitschülerinnen, Eltern und weitere Besucher*innen kamen, bereiteten sie Plakate mit Slogans und Tierschutztipps vor. Zudem baute die Gruppe ein „Hundewarenregal“, bestehend aus Schuhkartons und Hundefotos, um das Leid der Tiere zu symbolisieren. Sie bastelte außerdem Spielzeug für Hunde wie Sockentiere und Schnüffelmatten. „Die Schülerinnen haben mit großem Eifer gezeigt, wie wichtig es ist, bereits frühzeitig und umfassend auf die Situation der Welpen aufmerksam zu machen“, so Werking. Das Jugendtierschutz-Team des Deutschen Tierschutzbundes unterstützte sie beratend sowie mit Material wie Stickern, Flyern und Postkarten. Bei der Ausstellung kamen 483 Euro zusammen, die die Schülerinnen dem Tierschutzverein Mainz und Umgebung, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, spendeten.
Zu Besuch in WeidefeldKappeln – Die Tierschutzjugend NRW des Landestierschutzverbandes Nordrhein-Westfahlen, der dem Deutschen Tierschutzbund zugehörig ist, hat das Tierschutzzentrum Weidefeld in Kappeln an der Ostsee besucht. 19 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren staunten über die 400 Tiere, die derzeit in der Einrichtung des Deutschen Tierschutzbundes Zuflucht gefunden haben. Bei der etwa dreistündigen Führung über das Gelände schauten sie den Tierpfleger*innen fasziniert über die Schulter und interessierten sich für die Lebensgeschichten der einst in Not geratenen Schlangen, Schweine, Waschbären und zahlreichen weiteren Tierarten. Vor allem wollten die jungen Tierschützer*innen wissen, warum all diese Tiere im Tierschutzzentrum sind, wie lange sie dort bereits leben und wie alt sie sind. Die Mitarbeiterin*innen nahmen sich viel Zeit, um ihnen die Hintergründe und Bedürfnisse der Tiere ausführlich zu erklären. „Die Führung hat die Kinder begeistert. Ihr großes Interesse, ihre Neugier und die zahlreichen Fragen verdeutlichten, dass der Besuch ein besonderes Erlebnis für sie war. Viele nahmen sich noch kleine Souvenirs wie Jutebeutel oder Stofftiere als Erinnerungen mit“, sagt Svenja Kühn, hauptamtliche Mitarbeiterin und Teamerin der Tierschutzjugend NRW. Der Dachverband unterstützt die Tierschutzjugend NRW finanziell über einen Jugendzuschuss und ermöglicht dadurch das Jahresprogramm inklusive Ausflüge wie ins Tierschutzzentrum Weidefeld.