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Tierschutz vor Ort

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Tierschutz vor Ort

In ganz Deutschland arbeiten alle Mitgliedsvereine und Landesverbände des Deutschen Tierschutzbundes intensiv daran, das Leben von Tieren zu verbessern. Lesen Sie aktuelle Berichte, Projekte und Erfolgsmeldungen des Verbandes und der uns angeschlossenen Tierschutzvereine.

  • Autor: DU UND DAS TIER

Austausch in Brandenburg

Brandenburg – Der Landestierschutzverband Brandenburg im Deutschen Tierschutzbund hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung seinen Vorstand neu gewählt. 53 Vertreter*innen von 21 der 28 angeschlossenen Vereine beteiligten sich an der Veranstaltung. Alle fünf Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. „Das Vertrauen unserer Mitglieder ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich. Wir werden die kommenden Herausforderungen weiterhin mit Nachdruck und im engen Austausch mit unseren Vereinen angehen“, betont Rico Lange, erster Vorsitzender des Landestierschutzverbandes. Neben dem allgemeinen Austausch war ein Vortrag zum Thema Animal Hoarding von Nina Brakebusch, Referentin für Interdisziplinäre Themen beim Deutschen Tierschutzbund, ein weiterer Programmpunkt. Sie stellte Studienergebnisse und praxisnahe Handlungsempfehlungen vor. Diese Impulse nahm der Vorstand des Landestierschutzverbandes in die anschließende Tierschutzkonferenz mit der Landesregierung Brandenburgs mit. Auf der Tagesordnung standen Themen wie Maßnahmen gegen Animal Hoarding, der Umgang mit Fundtieren oder die Gefährdung von Kleintieren durch Mähroboter.


Deutscher Tierschutzbund erstmals auf der didacta

Köln – Das Jugendtierschutz-Team des Deutschen Tierschutzbundes hat sich zum ersten Mal mit einem Stand auf Europas größter Bildungsmesse didacta präsentiert, um den Tierschutz im Bildungssektor sichtbarer zu machen. Dort konnte es einem breiten Fachpublikum aus Schule, Kita und Bildungspolitik sein umfangreiches Serviceangebot für Pädagog*innen sowie seine Unterrichtsmaterialien vorstellen, darunter zwölf Einheiten für die Fächer Ethik/Philosophie, Erdkunde und Biologie. Die Unterrichtsmittel richten sich an Lehrkräfte der Sekundarstufen I und II, berücksichtigen den Lehrplan zum Thema „Landwirtschaft und Tierschutz“ und orientieren sich an den 17 Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Zahlreiche Lehrer*innen, Erzieher*innen und pädagogische Multiplikator*innen merkten bei ihrem Besuch des Infostandes an, wie verständlich und praktisch in der Umsetzung die Materialien seien, stimmten einer frühen Vermittlung von Tierschutzthemen an Kinder zu und fragten nach weiterführenden Angeboten. „Die große Nachfrage zeigt, wie wichtig es ist, Tierschutzthemen frühzeitig im Unterricht zu verankern und Lehrkräfte dabei mit praxistauglichen Materialien zu unterstützen“, sagt Irmina Theuß, Kinder- und Jugendreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. Alle Unterrichtseinheiten und weitere Informationen unter: unterricht.tierschutzbund.de


Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (l.), und Ellen Kloth, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes (r.), mit Birgit Block, Vorsitzende des Vereins „Tierschutz – Eine Pfote, ein Versprechen“ (M.), beim Besuch im Tierheim Cuxhaven.

Tierheimtour durch den Nordwesten

Niedersachsen – Auf einer Tierheimtour haben Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Ellen Kloth, Vizepräsidentin des Verbandes, Dr. Christiana Müller, Tierheimberaterin beim Deutschen Tierschutzbund, sowie Elvira Gruenke, kooptiertes Vorstandsmitglied im Landestierschutzverband Niedersachsen, mehrere Mitgliedsvereine des Dachverbandes in Niedersachsen besucht. Der Verein „Tierschutz – Eine Pfote, ein Versprechen“ in Cuxhaven, der Tierschutzverein Lilienthal, Worpswede und Grasberg sowie der Tierschutzverein Wilhelmshaven und Umgebung gaben einen Einblick in ihre jeweiligen Einrichtungen. Überall standen die täglichen Herausforderungen wie die angespannte finanzielle Situation und die dringend notwendige kostendeckende Erstattung durch die zuständigen kommunalen Vertragspartner für die Betreuung von Fundtieren im Mittelpunkt des Austausches. Zudem sind einige Tierheimgebäude sanierungsbedürftig oder bieten nicht genügend Platz – so auch in Wilhelmshaven, wo derzeit ein neues Kleintier-, Katzen- und Hundehaus entsteht. Das Tierheim Cuxhaven errichtet wiederum ein komplett neues Tierheim auf einem weitläufigen Gelände im Ortsteil Altenwalde, das Schröder, Kloth, Müller und Gruenke beeindruckt inspizierten. Erfreulich ist hierbei, dass Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer das Projekt konstruktiv begleitet.


Keine Hundesteuer

Hamburg – Ab 2027 fällt für Hunde aus dem Tierheim des Hamburger Tierschutzvereins von 1841, Mitglied im Deutschen Tierschutzbund, in den ersten drei Jahren keine Hundesteuer an. Dieser Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft soll Interessierte dazu motivieren, einen Hund aus dem vollen Tierheim aufzunehmen, anstatt einen Welpen zu kaufen. Das Tierheim Hamburg betreut jährlich rund 900 Hunde.


Einsatz für Versuchstiere

Gütersloh – Der dem Deutschen Tierschutzbund zugehörige Verein „Achtung für Tiere“ hat sich für Versuchstiere eingesetzt und diesen eine Stimme gegeben. Die Tierschützer*innen machten die Passant*innen in der Gütersloher Innenstadt mit Plakaten und Bannern auf Tierversuche aufmerksam und klärten über das Leid der Millionen Tiere auf.


77 Tiere mit Qualzuchtmerkmalen aufgenommen

Sedelsberg – Der Tierschutzverein Friesoythe und Umgebung, Mitgliedsverein des Deutschen Tierschutzbundes, hat in seinem Tierheim Sedelsberg 17 Dackelwelpen aus einer illegalen Zucht aufgenommen. Das sind so viele wie nie zuvor auf einen Schlag. Nur kurze Zeit später nahmen die Tierschützer*innen 60 Widderkaninchen in ihre Obhut. Die Kaninchen wurden über ein Onlineverkaufsportal angeboten, woraufhin jemand Anzeige erstattete. Sowohl Dackel als auch Widderkaninchen zählen zu den Qualzuchten. Solche Tiere sind aufgrund ihrer optischen Merkmale, die ihnen jedoch Schmerzen bereiten, leider beliebt bei Menschen und geraten daher besonders häufig ins Visier krimineller Züchter*innen.


26 Kater kastriert

Neapel – Die deutsch-italienische Stiftung Mondo Animale, die Dorothea Friz gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund gegründet hat, konnte mit ihrer Kastrationsaktion an nur einem Tag 26 Kater in der Region Neapel kastrieren. Dies ist ein besonderer Erfolg, da die Halter*innen dort, wenn überhaupt, nur weibliche Katzen kastrieren lassen. Dabei können Kater mehrmals am Tag verschiedene Katzen decken. Mit ihrer Kastrationsaktion hat die Stiftung verhindert, dass zahlreiche Katzen geboren werden und ein Leben auf der Straße führen müssen. Seit 40 Jahren setzt sich die Stiftung für den Tierschutz in Italien ein.


Eigene Tierärztin

Krefeld – Das Tierheim Krefeld, das dem Deutschen Tierschutzbund angehört, beschäftigt mit Kirsten Eich erstmals eine eigene Tierärztin. Rund 200 Tiere profitieren von ihrem Fachwissen und ihrer Fürsorge direkt vor Ort. In diesem Zuge hat das Tierheim auch Geräte für Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen sowie für Narkosen angeschafft. Die Tierschützer* innen haben sich aufgrund der gestiegenen Kosten für Besuche in tierärztlichen Praxen zu diesem Schritt entschieden. Die Praxis im eigenen Haus sei etwa 50 Prozent günstiger. Kosten für die Anschaffung der Technik sollen sich langfristig amortisieren.


Hundebesuch für Menschen mit Demenz

Düsseldorf – Im Projekt „4 Pfoten für Sie“ besuchen Hundehalter* innen und ihre tierischen Begleiter Menschen mit Demenz, um ihnen im Alltag Momente der Lebensfreude zu schenken. Nun stehen zwölf neue Mensch- Hunde-Teams aus Düsseldorf in den Startlöchern. Sie wurden 2026 auf ihr ehrenamtliches Engagement vorbereitet und im Rahmen einer feierlichen Zertifikatsübergabe gewürdigt. Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, unterstützt das Projekt als Schirmherr. Die Schadeberg-Herrmann-Foundation und die Alexianer Köln GmbH sind Träger des Angebots.


Offener Brief für Taubenschutz

Frankfurt am Main – Der Deutsche Tierschutzbund hat gemeinsam mit 16 weiteren Tier- und Naturschutzorganisationen die Stadt Frankfurt am Main in einem offenen Brief dazu aufgefordert, ein nachhaltiges Stadttaubenmanagement einzuführen. Die Tierschützer*innen kritisieren darin, dass die Stadt die Zahl der Taubenhäuser in den vergangenen Jahren reduziert hat und die Lage für die standorttreuen Tiere dadurch verschlimmert wurde. In Frankfurt am Main leben schätzungsweise 8.000 bis 15.000 Tauben, für die dadurch großes Leid entsteht. Zudem sind viele Bürger*innen von den herrschenden Zuständen verärgert. Ehrenamtliche kümmern sich zwar Tag für Tag um kranke und verletzte Tauben im ganzen Stadtgebiet, sind jedoch erschöpft und frustriert, da die Stadt bei der Lösung des Problems nicht vorankommt. Die Tierschützer*innen fordern daher dringend ein flächendeckend umgesetztes Konzept nach dem „Augsburger Modell“, das nachweislich effizienter und tiergerechter ist als Vergrämungsmethoden. Dabei werden die Tauben in Taubenhäusern gefüttert und bei Bedarf medizinisch versorgt. Sie verbringen dann weniger Zeit auf den Straßen und nisten auch in den Taubenhäusern – durch den Austausch ihrer Eier mittels Attrappen ließe sich die Population behutsam reduzieren. Die Unterzeichner*innen des Briefes weisen zudem darauf hin, wie wichtig eine vertrauensvolle Kooperation mit dem Stadttaubenprojekt Frankfurt wäre. Der Verein gehört dem Deutschen Tierschutzbund an und leistet seit vielen Jahren vorbildliche Arbeit. Die Stadt sollte ihn daher für das Ausführen dieser städtischen Pflichtaufgabe ausreichend finanziell unterstützen.

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