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Aktuelle Meldungen von uns und unseren Vereinen

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Aktuelle Meldungen von uns und unseren Vereinen

In ganz Deutschland arbeiten alle Mitgliedsvereine intensiv daran, das Leben von Tieren zu verbessern. Lesen Sie aktuelle Berichte, Projekte und Erfolgsmeldungen der uns angeschlossenen Tierschutzvereine.

DEUTSCHER TIERSCHUTZPREIS 2018
JETZT SCHNELL BEWERBEN!

Bonn – In wenigen Tagen endet die Frist: Bis zum 29. Juni ist es noch möglich, sich für den Deutschen Tierschutzpreis 2018 zu bewerben. Die Auszeichnung des Deutschen Tierschutzbundes ehrt jedes Jahr besonders engagierte Tierfreunde. Sie möchten jemanden oder sich selbst für diesen Preis vorschlagen? Dann beschreiben Sie auf einer DIN-A4-Seite, wie Sie sich für den Tierschutz einsetzen, und senden Sie diese Bewerbung mit bis zu drei Fotos bis zum 29. Juni 2018 per E-Mail an tierschutzpreis@funkuhr.de oder an tierschutzpreis@supertv.de oder per Post an FUNK UHR, Redaktion, Kennwort: „Deutscher Tierschutzpreis“, Rotweg 8, 76532 Baden-Baden, oder an SUPER TV, Postfach 02 11 17, 10122 Berlin. Den Preis verleiht der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit den Zeitschriften FUNK UHR und SUPER TV sowie den Marken Whiskas und Pedigree, die unter anderem die Preisgelder stiften. Weitere Informationen unter
www.tierschutzbund.de/deutscher-tierschutzpreis


Raoul Hamacher (l.) von Mars Petcare mit Stephanie Schröder, Geschäftsführerin Marketing und Organisation, und Präsident Thomas Schröder (beide Deutscher Tierschutzbund).

Raoul Hamacher (l.) von Mars Petcare mit Stephanie Schröder, Geschäftsführerin Marketing und Organisation, und Präsident Thomas Schröder (beide Deutscher Tierschutzbund).

120.000 EURO FÜR DEN TIERSCHUTZ

Bonn – Die Marken Pedigree und Whiskas sammelten 120.000 Euro für den Deutschen Tierschutzbund. Im Aktionszeitraum der Welttierwochen leiteten sie für alle Verkäufe mehrerer Hunde- und Katzenfutterprodukte, die über fünf Euro kosteten und für die ein Rabattcoupon genutzt wurde, je einen Euro an den Deutschen Tierschutzbund weiter. „Für uns steht das Wohl der Tiere an erster Stelle. Deshalb unterstützen wir gemeinsam mit unseren Marken Pedigree und Whiskas das große Engagement des Deutschen Tierschutzbundes“, so Raoul Hamacher, Unternehmenssprecher von Mars Petcare.

Ein weiteres Beispiel für diesen Einsatz: Die Tierauffangstation des Tierschutzvereins Nordische in Not und der Vierpfotenhof erhielten vom Deutschen Tierschutzbund kürzlich jeweils einen von den beiden Marken gesponserten und aufmerksamkeitsstark mit Tiermotiven gestalteten Tierhilfewagen, der die tägliche Tierschutzarbeit erleichtern soll.


KÜKENTÖTEN: STRAFANZEIGE GEGEN BRÜTEREI

Bayern – Der Deutsche Tierschutzbund hat Strafanzeige gegen die Brüterei Hölzl aus Moosburg an der Isar gestellt. Der Grund: Nicht nur männliche, sondern auch weibliche Küken wurden in der Brüterei vergast – offensichtlich, weil aufgrund von Misswirtschaft zu viele Tiere produziert wurden. Aus Sicht der Tierschützer ist ein vernünftiger Grund, wie ihn das Tierschutzgesetz für die Tötung von Wirbeltieren vorschreibt, nicht gegeben. „Es ist schon ein Skandal, dass männliche Küken aus wirtschaftlichen Gründen getötet werden dürfen. Dass nun alle Küken, egal welchen Geschlechts, wie faule Tomaten weggeworfen werden, ist nicht hinzunehmen“, sagt Dr. Brigitte Rusche, Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes.


(v. l.) Fressnapf-Gründer Torsten Toeller, Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und Claudia Bethke, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Fressnapf.

(v. l.) Fressnapf-Gründer Torsten Toeller, Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, und Claudia Bethke, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Fressnapf.

FREUNDSCHAFTSARMBÄNDER FÜR DEN GUTEN ZWECK

Europa – Unter dem Motto „Freundschaft verbindet“ hatte das Unternehmen Fressnapf im November vergangenen Jahres zu einer Kundenaktion in ganz Europa aufgerufen: In teilnehmenden Märkten der Fressnapf-Gruppe konnten Kunden Freundschaftsarmbänder zugunsten von Tierschutzprojekten erwerben. Allein in Deutschland kam somit ein Erlös in Höhe von etwa 370.000 Euro zusammen. 80 Prozent der Summe, also fast 300.000 Euro, gingen an den Feuerwehrfonds des Deutschen Tierschutzbundes für akute Notfälle. „Mit Geld aus dem Fonds helfen wir Tierheimen in Notsituationen, zum Beispiel wenn sie in einem Fall von illegalem Welpenhandel oder Animal Hoarding kurzfristig Hunderte oft kranker Tiere auf einmal aufnehmen und versorgen müssen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Die restlichen 20 Prozent des Erlöses wurden auf 51 lokale Tierschutzprojekte verteilt.


Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (l.), gratuliert dem neuen Vorstand.

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes (l.), gratuliert dem neuen Vorstand.

NEUER VORSTAND IN BRANDENBURG

Potsdam – „Es sind große Fußstapfen, in die wir treten. Wir wollen mit Schwung und Elan die tierschützerische Arbeit weiterführen“, sagte Ellen Schütze nach ihrer Wahl zur Vorsitzenden des Landestierschutzverbandes Brandenburg des Deutschen Tierschutzbundes. Auf der Mitgliederversammlung in Potsdam löste sie Renate Seidel ab. Die Vizepräsidentin des Deutschen Tierschutzbundes war nach 24 Jahren als Landesvorsitzende nicht zur Wiederwahl angetreten. Die Vertreter der angeschlossenen Mitgliedsvereine wählten Seidel einstimmig zur Ehrenvorsitzenden. Ihre langjährige Stellvertreterin Jutta Schütze, die ebenfalls nicht mehr kandidierte, erhielt von Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die goldene Ehrennadel des Dachverbandes: „Renate Seidel und Jutta Schütze haben durch ein großartiges Engagement dem Tierschutz in Brandenburg Stimme und Kraft gegeben. Dafür sage ich Danke und freue mich zugleich, dass sie zwar ein Amt verlassen, aber als Ratgeber für den neuen Vorstand und für uns als Deutscher Tierschutzbund erhalten bleiben.“ Den neuen Vorstand komplettieren Rico Lange (stellvertretender Vorsitz), Margot Wendland (Schriftführerin), Marion Anton (Kassenwartin) und Susann Viol (Öffentlichkeitsarbeit und Jugendtierschutz).


MANEGE FREI VON TIEREN

Trier – Gegen den Einsatz von Wildtieren hat der Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes rund um das Gastspiel des Circus Krone in Trier protestiert. Im kompletten Stadtgebiet appellierten die Tierschützer auf Plakaten mit dem Slogan „Unterstützen Sie keine Tierqual im Zirkus hier in Trier!“, den Zirkus samt seiner Wildtier-Show nicht mit einem Besuch zu unterstützen. Vor Ort klärten Mitglieder und Mitarbeiter des Deutschen Tierschutzbundes in bunten Kostümen die Passanten in der Trierer Fußgängerzone über die grausamen Haltungsbedingungen auf, unter denen die Tiere in den mobilen Käfigen und in der Manege leiden. „Wildtiere stellen hohe Ansprüche an ihre Unterbringung. In einem fahrenden Unternehmen sind diese nicht zu erfüllen – egal, wie sehr der Zirkus selbst seine Tierhaltung schön redet“, sagte Andreas Lindig, Vorsitzender des Landesverbands Rheinland-Pfalz des Deutschen Tierschutzbundes.


v.l. Heiko Zinn (Marktinhaber), Dr. Katharina Pasche (Deutscher Tierschutzbund), Claudia Bethke (Nachhaltigkeitsmanagerin bei Fressnapf), Herbert Rückert (1. Vorsitzender Tierheim Mannheim) und Dr. Olaf Türck (Leiter des tierärztlichen Dienstes bei Fressnapf)

v.l. Heiko Zinn (Marktinhaber), Dr. Katharina Pasche (Deutscher Tierschutzbund), Claudia Bethke (Nachhaltigkeitsmanagerin bei Fressnapf), Herbert Rückert (1. Vorsitzender Tierheim Mannheim) und Dr. Olaf Türck (Leiter des tierärztlichen Dienstes bei Fressnapf).

Tierheim Mannheim bezieht „Nebenstelle“

Mannheim – Eine „tierische Überraschung“ erwartet die Besucher der Fressnapf-Filiale Mannheim-Vogelstang seit Mai. In dem Fachmarkt für Heimtierbedarf hat eine Adoptierstube eröffnet, die dieser gemeinsam mit dem Tierheim Mannheim und als Kooperationsprojekt mit dem Deutschen Tierschutzbund betreibt. Sie soll den Kunden zeigen, dass es im Tierheim zahlreiche tolle Tiere gibt, die auf eine zweite Chance warten. Zahlreiche Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere suchen ein neues liebevolles Zuhause. Fressnapf übernimmt alle entstehenden Kosten für die Versorgung und ärztliche Betreuung der Tiere. Für das Tierheim fallen keine Kosten an. „Wir freuen uns über diese Chance und Kooperation, unsere Tiere einem größeren, tieraffinen Publikum präsentieren und so hoffentlich mehr Tiere vermitteln zu können“, sagt Herbert Rückert, erster Vorsitzender des Tierheims Mannheim. Das Tierheim beherbergt jährlich bis zu 1.200 Tiere. Die Adoptierstube betreuen fachkundige Mitarbeiter des Marktes und Tierpfleger des Tierheims. Die Vermittlung der Tiere übernimmt das Tierheim, das auch die Vermittlungsgebühr erhebt. Für Fressnapf ist es nach Marburg, Recklinghausen und München die insgesamt vierte Adoptierstube.


Eine Spende, die motiviert

Wiesloch-Walldorf – Zu einem bemerkenswerten Jubiläum hatte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, ein bemerkenswertes Geschenk mitgebracht. Auf der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Wiesloch-Walldorf und Umgebung überbrachte er dem Vorsitzenden Volker Stutz und seiner Ehefrau Henriette Stutz, die beide 2018 ihre 30-jährige Mitgliedschaft feiern, eine Spende über 2.500 Euro für die Vereinsarbeit und den Betrieb des Tierheims. Und er versprach eine Verdopplung des Spendenbetrages, wenn es dem Vorsitzenden des 940 Mitglieder zählenden Vereins gelingt, bis zum 30. Juni 2018 selbst Spenden über 5.000 Euro für den Verein einzunehmen. Bei seinem Besuch in Baden-Württemberg nutzte Schröder gleichzeitig die Gelegenheit, den Tierschützern für ihre praktische Arbeit zu danken, die „erheblich zum Vertrauen in den Tierschutz, in den Verein und auch in den Dachverband Deutscher Tierschutzbund beiträgt“. Viele positive Entwicklungen hätten dazu geführt, dass die Nutzung von Tieren aus rein wirtschaftlichen Gründen heute nicht mehr wie selbstverständlich als rechtskonform angesehen werde. Dennoch stehe der Tierschutz weiter vor vielen Herausforderungen und Aufgaben. „Zu oft weicht Recht vor Unrecht“ mahnte Schröder bezüglich dauerhafter Konflikte in Landwirtschaft, Forschung, Jagd oder Zirkussen mit dem Tierschutzgesetz. „Keinem Tier dürfen ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden. So wäre es rechtlich. Die Realität sieht eben oft anders aus.“


Damit weniger Katzen leiden

Mainz – „Ich begrüße den Erlass kommunaler Katzenschutzverordnungen und ermutige die Städte und Gemeinden, diesen Schritt zu gehen.“ Das sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken bei einer Podiumsdiskussion des Deutscher Tierschutzbund Landesverbands Rheinland-Pfalz in Mainz. Landes-, Kommunalpolitiker und Tierärzte diskutierten zum Thema „Damit weniger Tiere leiden – die flächendeckende Kastrationspflicht für Katzen in Rheinland‐Pfalz“. Die Ministerin dankte den Tierschutzvereinen für ihre unermüdliche Arbeit. Auch die Landesregierung habe dieses Thema seit Jahren im Blick. Bisher haben in Rheinland-Pfalz drei Kommunen Katzenschutzverordnungen erlassen und die Kastration, Kennzeichnung sowie Registrierung von Freigängerkatzen angeordnet. „Seit 2006 führt der Landesverband jährlich eine Kastrationsaktion für rund 70.000 Euro durch. Doch das reicht bei Weitem nicht, um das immer noch bestehende Tierleid einzudämmen“, sagt Andreas Lindig, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz. Er betont daher, dass Katzenschutzverordnungen nur Vorteile bieten: Die Populationen sinken, weniger Tiere leiden, Fundtiere kehren durch die Registrierung schneller nach Hause zurück und all das entlastet wiederum die Tierheime.


Videotipp: Tierschutz in Italien

Castel Volturno – Ob herrenlose Straßenhunde oder Fundtiere, die Qualen in kommerziell betriebenen Massentierheimen erleiden: Seit mehr als 30 Jahren sind diese und andere Tierschicksale in Süditalien Antrieb für das Engagement der deutschen Tierärztin Dorothea Friz. Mit ihrem Verein Lega Pro Animale verfolgt sie vor allem das Ziel, das Leid der Straßentiere durch Kastrationen und Aufklärung der Bevölkerung zu beenden (einen ausführlichen Artikel finden Sie hier). Bis zu 5.000 Hunde und Katzen kastrieren sie und ihr Team jährlich. Der Deutsche Tierschutzbund unterstützt seinen Mitgliedsverein, indem er sich unter anderem an der monatlichen Miete des Kastrationszentrums beteiligt. Nun haben die Macher der WDR-Fernsehsendung „Tiere suchen ein Zuhause“ die Tierschützerin in Castel Volturno in der Nähe von Neapel besucht. Der Bericht ist in der Mediathek des WDR zu sehen. Hier geht es zum Video.


Dutzende Kaninchen in Käfigen bei einem Fall von Animal Hoarding

Beispiel für einen Fall von Animal Hoarding

Wenn Sammeln zur Qual für Tier und Mensch wird

Bonn – Kaum eine Woche vergeht, ohne dass die Medien über neue Fälle von Animal Hoarding berichten und Tierheime mit den extremen Belastungen durch große Zahlen befreiter Tiere zu kämpfen haben. Animal Hoarding beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem Menschen Tiere in großer Zahl halten, aber mit der Pflege und Unterbringung mehr und mehr überfordert sind. Oft machen Nachbarn die Behörden auf solche Fälle aufmerksam. Was diese dann erwartet, ist kaum vorstellbar. In nur einer Wohnung oder einem Haus leben oft dutzende bis hunderte Tiere in hygienisch katastrophalen Zuständen. 150 Vögel in Augsburg, 40 Katzen in Pforzheim, 79 Hunde in Gießen und weitere 35 Hunde sowie 48 Schlangen in Jena ­ so lautete die Bilanz nur eines Monats Anfang 2018. Den Tieren fehlt es oft an Wasser, Futter und tierärztlicher Betreuung. In Extremfällen leben sie zwischen verwesenden Kadavern. Beschlagnahmen die Behörden die Tiere,  bringen sie sie ins Tierheim. Immer wieder bringen solche Fälle die Tierschützer an ihre finanziellen, personellen und psychischen Grenzen. Der Deutsche Tierschutzbund fordert neben einem finanziellen Topf, der die entstehenden Kosten der Tierheime decken soll, auch ein Zentralregister für Animal Hoarder. Animal Hoarding ist noch nicht als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt. Da die Krankheit deswegen noch wenig erforscht ist, sind langfristige Hilfen für die Betroffenen schwierig zu leisten. Um das Phänomen besser zu erfassen, hat der Deutsche Tierschutzbund schon früh angefangen, das Thema wissenschaftlich aufzuarbeiten und Fälle in Deutschland auszuwerten.

Weiterführende Informationen, Broschüren und eine Checkliste zu Animal Hoarding finden Sie hier: www.tierschutzbund.de/animal-hoarding

Bildrechte: Artikelheader: Thomas Hahn, Artikelbilder: Mars Petcare; Fressnapf; Pixabay; Landestierschutzverband Brandenburg e.V.