Autor: Christoph Götz, Redakteur DU UND DAS TIER
Rund 2.000 Kilometer trennen die ukrainische Hafenstadt Odessa von Köln. Ein weiter und in Anbetracht des Krieges gefährlicher Weg. Trotzdem hatte Irina Naumova, Leiterin des Tierschutzzentrums Odessa des Deutschen Tierschutzbundes, diese beschwerliche Reise zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen erneut auf sich genommen, um an der Mitgliederversammlung des Deutschen Tierschutzbundes teilzunehmen. „Diese Treffen sind sehr wichtig für uns“, erklärte sie mit bewegter Stimme, als sie vor den 209 Delegierten auf der Bühne stand. „Teil dieser Gemeinschaft zu sein gibt uns Kraft und Mut, besonders in diesen schweren Zeiten.“ Naumova dankte dem Verband und den Delegierten für die Unterstützung in den vergangenen Jahren. Manchmal könne sie selbst kaum glauben, wie viel sie mit ihrem Team in der Ukraine bereits bewirkt habe: Rund 83.000 Tieren hat das Tierschutzzentrum Odessa in den 20 Jahren seines Bestehens geholfen – und das auch weiterhin im Krieg unter erschwerten Bedingungen. Im Saal herrschte gebannte Stille, als Naumova sprach. Die Ukrainerin hatte ein großes Plakat mitgebracht. Es zeigte die Geschichten einiger geretteter Tiere, die das Tierschutzzentrum als ihr Zuhause gewählt haben. Zu sehen war zum Beispiel Hündin Mischka, die das Team vor zehn Jahren verletzt aufgenommen hatte. Nach mehreren Vermittlungsversuchen kehrte sie immer wieder in das Tierschutzzentrum zurück und verbringt nun ihren Lebensabend in der Einrichtung. „Die Tiere sind sehr dankbar – das ist ein gutes Zeichen, dass wir wirklich etwas erreicht haben“, betonte Naumova.

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