Autor: Joscha Duhme, Redakteur DU UND DAS TIER
Es ist Dienstagmorgen. Ganz still sitzt René Schleyer vor dem Gitter des Zwingers von Staffordshire-Mix Aslan und wartet. Auf seinem Hocker bewegt sich der Tierpfleger so wenig wie nötig und so vorsichtig wie möglich. Er strahlt eine enorme Ruhe aus. Und die überträgt sich. Das schöne und kräftige graue Tier schöpft Vertrauen. Aslan steckt seine Schnauze in die sogenannte Maulkorbklappe, die wie ein eigener kleiner Käfig über einer Öffnung im Gitter angebracht ist und in der ein Maulkorb liegt. Durch sie passt nur der Kopf des Hundes, der sich von Schleyer ganz sanft die Gurte anlegen lässt. Der vermeintlich profane Vorgang dauert mehrere Minuten. Doch wer weiß, wie viel Geduld und Training nötig waren, um an diesen Punkt zu kommen, kann den Einsatz des Teams im Tierschutzzentrum Weidefeld des Deutschen Tierschutzbundes nicht hoch genug anrechnen.

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