News der Woche: Ölbohrungen in Naturschutzgebiet gestoppt

Alaska – Es ist ein kostbares Naturschutzgebiet, in dem Eisbären, Rentiere, Wölfe und zahlreiche andere Tierarten ungestört leben: Das Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten Alaskas. Weil dort aber große Vorkommen von Öl und Erdgas vermutet werden, streiten Ölkonzerne, Republikaner und Demokraten seit Jahrzehnten um die Bohrrechte für diese mehr als 78.000 Quadratkilometer große Region, in der auch indigene Gemeinschaften wohnen. Im August vergangenen Jahres hatte das US-Innenministerium unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump schließlich Bohrungen in der Küstenregion im Norden von Alaska erlaubt und kurz vor Ende seiner Amtszeit für elf Flächen in dem Naturschutzgebiet Lizenzen versteigert – ein Schritt, der Tier- und Umweltschützer sowie Indigene, die im Arctic National Wildlife Refuge leben, schockierte.

Bohrrechte auf dem Prüfstand

Doch jetzt hat Trumps Nachfolger Joe Biden diese Entscheidung zumindest vorläufig rückgängig gemacht. Wie mehrere amerikanische Medien berichteten, hat seine Regierung die Erdölförderung in diesem Gebiet suspendiert und die Gültigkeit der entsprechenden Lizenzen eingefroren. Das Innenministerium begründete dies damit, dass „mehrere rechtliche Mängel“ festgestellt wurden. Schon vor seinem Amtsantritt Anfang des Jahres hatte Biden sich gegen Erdöl- und Erdgasbohrungen in dem Naturschutzgebiet ausgesprochen. Nun sollen die ökologischen Aspekte der Ölförderungsprojekte in der Region noch einmal umfassender überprüft werden. Anschließend werde entschieden, ob die erteilten Lizenzen bekräftigt, annulliert oder mit einschränkenden Auflagen verbunden würden, hieß es. Ob die Ölförderungen also langfristig aufgehalten werden können, bleibt noch offen.

(© Foto: Unsplash – Hans-Jurgen Mager)

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